Im Landesinneren geschlagen, an der türkischen Grenze siegreich: Schafft der IS das nur mit Hilfe der Türkei?

Is

13. April 2016 / 10:58 Uhr

Islamischer Staat erobert palästinensisches Flüchtlingslager und Grenzstadt zur Türkei

Trotz des Vormarsches syrischer und irakischer Streitkräfte im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS, Daesh), schaffte es dieser binnen kurzer Zeit, eines der größten Flüchtlingslager in Syrien ebenso wie eine Grenzstadt zur Türkei zu erobern. Bei dem Flüchtlingslager handelt es sich um Yarmouk im Süden der Hauptstadt Damaskus, welches größtenteils von Palästinensern bewohnt wird.

Größtes Flüchtlinglager in Händen von Islamisten

In dem Flüchtlingslager sind laut Angaben der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO vor ein paar Tagen Kämpfe zwischen den Dschihadisten der Al-Nusra Front und dem IS ausgebrochen. Den Islamisten des IS gelang es dabei, das Flüchtlingslager nahezu unter vollständige Kontrolle zu bringen, nachdem es zuvor den Radikalen der Al-Nusra Front in die Hände gefallen war. Rund 60 Prozent des Gebietes sei nun in der Hand des IS. Bei den Kämpfen wurden dutzende Terroristen und drei Zivilisten getötet. Insgesamt leben noch 6.000 Zivilisten in dem Lager. 

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Grenzstadt durch Hilfe der Türkei erobert?

Die strategische wichtige Grenzsstadt al-Rai wurde ebenfalls von der Islamistenmilliz eingenommen. Während die syrischen Regierungstruppen mit Hilfe Russlands bereits einen Großangriff auf die "IS-Hochburg" Aleppo planen, konnten die Dschihadisten mit vermeintlich logistischer Unterstützung der Türkei andere Aufständische aus der Grenzstadt vertreiben. Zwar beteuert die Türkei immer wieder, "nur" die gemäßigten Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) zu unterstützen, dutzende Beweise aus der jüngeren Vergangenheit untermauerten aber die direkte Zusammenarbeit mit dem Islamsichen Staat. Vor allem die Grenzstädte Syriens sind für die Türkei strategisch wichtig, um Erdöl ungehindert aus den IS-Gebieten in das Land zu schmuggeln und anschließend weiterzuverkaufen. 

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