Burgenlands Landeschef Hans Niessl (re.) wendet sich von der Zuwanderungspolitik seines Parteiobmannes Werner Faymann ab.

22. Jänner 2015 / 14:31 Uhr

Voves und Niessl auf den Spuren von HC Strache

Der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) will Ausländer bestrafen, wenn sie sich nicht integrieren wollen. Sein Amtskollege im Burgenland, Hans Niessl (ebenfalls SPÖ), fordert bei Integrations-Verweigerung ein "härteres Vorgehen". Traum oder Wirklichkeit, wird sich so mancher denken. Es ist Wirklichkeit. Die beiden roten Landeschefs wandeln auf den Spuren von HC Strache und der FPÖ. Weil sie sonst keine Chance haben, die heurigen Landtagswahlen zu gewinnen.

Eines ist aber schon bemerkenswert: Voves und Niessl werden für ihre Aussagen von den Medien nicht geprügelt. Hätte HC Strache so hart formuliert, würde er wieder als ausländerfeindlich, rechtsextrem oder sonst was dargestellt. Im Kurier untermauert man sogar noch die Aussage Niessls über Zuwanderer mit einer Geschichte, als der burgenländische Landeshauptmann noch Schuldirektor war. Söhne von muslimischen Familien hätten sich geweigert, erzählt Niessl, die Lehrerin zu akzeptieren, weil sie eine Frau war.

SJ-Chefs gegen "rechte Rülpser"

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Voves und Niessl bekommen Druck aus der Bevölkerung. Beiden laufen die Wähler weg, weil die rot-schwarze Bundesregierung eine Zuwanderungspolitik gegen den Willen der Bevölkerung macht. Also verabschieden sich von der Parteilinie und folgen der freiheitlichen Politik. Das haben die beiden Landeschefs auch schon mit ihrer Forderung nach schärferen Grenzkontrollen getan und großen Unmut bei der Parteijugend erregt.

Auch jetzt wieder: Die SJ-Chefs von Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg verurteilen Voves und Niessl scharf, können nicht verstehen, warum diese aus wahltaktischen Motiven nach rechts schielen. Aufgrund deren "rechter Rülpser" empfahlen sie den roten Landeschefs die Partei zu wechseln.

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