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Donald Tusk (rechts) betont, dass Polen nicht die Fehler anderer europäischer Länder wiederholen wird und stattdessen die eigenen Landesgrenzen verteidigen will.

Donald Tusk (rechts) betont, dass Polen nicht die Fehler anderer europäischer Länder wiederholen wird und stattdessen die eigenen Landesgrenzen verteidigen will.

Absage an Brüssel: Polens Premier lehnt EU-Migrationspolitik ab

Die jüngste Welle der Gewalt und die schweren Ausschreitungen in Frankreich haben die Diskussionen über Migration, Grenzkontrollen und innere Sicherheit in ganz Europa erneut entfacht. Während in Paris über die Ursachen gestritten wird, nutzte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk die Ereignisse sowie die jüngsten Disputationen auf dem EU-Gipfel in Brüssel für ein Grundsatzstatement. In einem Beitrag auf der Plattform X stellte der Regierungschef klar, dass sein Land einen konsequenten und eigenen Weg in der Asyl- und Sicherheitspolitik verfolgt.

Polen wird die Fehler anderer europäischer Länder weder wiederholen noch dafür bezahlen. Wir verteidigen die Grenze entschlossen gegen illegale Migration, wir haben unsere eigene Asylpolitik (wir nehmen keine Anträge an), wir schieben diejenigen ab, die gegen polnisches Recht verstoßen. In Sicherheitsfragen werden wir unnachgiebig sein. Das habe ich den Führern Europas in Brüssel gesagt.

Scharfe Kontroversen beim EU-Gipfel in Brüssel

Die Stellungnahme des polnischen Regierungschefs verdeutlichte die tiefen Gräben innerhalb der Europäischen Union. Bereits auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs war es zu heftigen Auseinandersetzungen über den Umgang mit Migrationsströmen gekommen, insbesondere mit Blick auf den Andrang an den Außengrenzen wie der spanischen Exklave Ceuta. Die Verhandlungen verliefen derart konfrontativ, dass der Text zur Migrationspolitik in der Schlusserklärung drastisch gekürzt werden musste.

Gegensätzliche Positionen zur Sicherheitslage

Während Politiker aus Ländern wie Polen oder Ungarn einen direkten Zusammenhang zwischen Grenzschutz und innerer Sicherheit ziehen und auf veränderte Regeln drängen, mahnen andere Regierungen wie jene in Paris. Die französische Führung verwies darauf, dass der Großteil der Festgenommenen bei den Ausschreitungen die französische Staatsbürgerschaft besitze. Trotz der Verabschiedung des neuen EU-Asylpakets im Sommer zeigt der politische Schlagabtausch, dass das Thema Migration für erhebliche Spannungen in der EU sorgt.

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