Brennende Gebäude, Plünderungen und Zusammenstöße mit der Polizei: Eigentlich sind die Verantwortlichen hinter den linksextremen und islamistisch motivierten Krawallen in Frankreich eindeutig – nur im ORF scheint man davon nichts wissen zu wollen und lässt ausgerechnet eine Gegnerin von Marine Le Pen (Rassemblement National, RN) die Lage analysieren.
Bemerkenswerte „Experten“ erklären die Welt
Kritik kommt etwa von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, der die Lage als „bürgerkriegsähnliche Zustände“ bezeichnete und kritisierte. Der ORF habe die Unruhen „einmal mehr relativiert“. Der Sender habe eine Expertin eingeordnet, „deren politischer Hintergrund dem Publikum verschwiegen wurde“, so der freiheitliche Mediensprecher.
Dabei geht es um die Sorbonne-Professorin Hélène Miard-Delacroix. Hafenecker verwies auf ihre Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Beirat des Instituts François Mitterrand und ihre frühere Leitung des internationalen wissenschaftlichen Beirats der Willy-Brandt-Stiftung. Sie hatte Marine Le Pens Partei unter anderem als „Wolf im Schafspelz“ bezeichnet. „Das ist keine Einordnung, das ist bestellte Meinung im Zwangsgebührenprogramm“, bewertete Hafenecker den ORF-Auftritt.
Migration wurde ausgeblendet
Er wirft dem ORF außerdem vor, die Migrationsfrage nicht behandelt zu haben. Er verwies auf Seine-Saint-Denis, das Département, in dem die Unruhen Ende September begonnen hatten. Dort gibt es den höchsten Migrantenanteil Frankreichs – und migrantische Banden würden dort regelmäßig Schulen und staatliche Einrichtungen anzünden und Polizisten angreifen, so Hafenecker.
Hafenecker zog Vergleiche zu den Banlieue-Krawallen 2005 und 2023 sowie zu Ausschreitungen nach Fußballspielen und an Silvester.
Vorwurf: „Täter-Opfer-Umkehr“
Besonders kritisierte Hafenecker, dass Miard-Delacroix einen Tag zuvor im ZDF das Lager um Jean-Luc Mélenchon als linksextrem bezeichnet hatte. Er sieht darin einen Widerspruch zur ORF-Einordnung und hält dem Sender vor, den Zusehern „stattdessen etwas von unzufriedenen Schülern, Sommerhitze und fehlendem Klopapier“ erzählt zu haben.
Er weitete seine Kritik auf die Berichterstattung über Migration aus und verglich den ORF-Beitrag mit der „ZiB2“-Berichterstattung über den Grenzübertritt tausender illegaler Migranten nach Ceuta im Juli. „Aus dem Grenzsturm wird eine Willkommensgeschichte, aus brennenden Schulen ein Hitzeproblem“, sagte Hafenecker.
ORF-Zwangsgebühr soll weg
Er warf dem ORF eine „Täter-Opfer-Umkehr auf Kosten der Gebührenzahler“ vor und erneuerte seine Forderung: „Die Zwangsgebühr muss weg.“ – genau dazu gibt es, wie bereits berichtet, das laufende ORF-Volksbegehren der FPÖ, das weiterhin unterschrieben werden kann.