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Der AfD-Politiker Manuel Linnemann ist wegen seiner politischen Gesinnung zum Ziel eines Angriffs geworden. Ein blauer Anzug war Auslöser der Attacke.

Der AfD-Politiker Manuel Linnemann ist wegen seiner politischen Gesinnung zum Ziel eines Angriffs geworden. Ein blauer Anzug war Auslöser der Attacke.

Prügel-Attacke: Soester AfD-Politiker auf der Straße attackiert

Erst gab es Sprüche wegen seines Anzugs, dann folgte die Attacke auf offener Straße: Der Vorfall rund um den AfD-Mann Manuel Linnemann in Soest, Bezirk Arnsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen, beschäftigt nun den Staatsschutz.

Eskalation nach der Party-Nacht

Es sollte ein ganz normaler Clubbesuch in der Soester Innenstadt werden, doch der Abend endete für den AfD-Lokalpolitiker Manuel Linnemann mit Schmerzen und einem Polizeieinsatz. Bereits im Lokal sei der Politiker zusammen mit einem Begleiter wegen seines hellblauen Anzugs aufgefallen. Wie Linnemann schildert, gaben die späteren Angreifer zu verstehen, dass die beiden wie AfD-Politiker aussähen. Linnemann stritt seine Parteizugehörigkeit nicht ab – im Club blieb es vorerst noch ruhig.

„Setzt es rechts einen in die Fresse“

Erst als der Politiker gegen vier Uhr morgens die Diskothek verließ, kochten die Gemüter auf der Straße hoch. Eine Frau aus der Gruppe erkannte den Politiker wieder und stellte ihn erneut zur Rede. Als Linnemann gestand, politisch rechts zu denken, soll die Frau, wie Linnemann gegenüber NIUS berichtete, gedroht haben: „Wenn ich noch einmal sage, dass ich rechts bin, bekomme ich rechts einen in die Fresse.“ Eine andere Person musste die Frau schließlich zurückhalten, um Schlimmeres zu verhindern.

Pack-Attacke aus dem Nichts

Durch den Tumult vor der Sparkasse wurden weitere Passanten aufmerksam. Ein bislang unbekannter Mann trat blitzartig an Linnemann heran, packte ihn am Arm und riss ihn brutal zu Boden. „In dem Moment war ich so in gewisser Weise auch in so einer leichten Schockstarre“, berichtete der Politiker später. Während sein Begleiter machtlos zusehen musste, verhinderten wohl erst besonnene Worte von Umstehenden weitere Schläge.

Flucht ins Parteibüro und Ermittlungen

Der verängstigte Politiker flüchtete mit Steißbeinprellungen in das nahegelegene AfD-Parteibüro, während ihm aus der Gruppe noch Beleidigungen hinterhergerufen wurden. Nun hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe der Attacke aufzuhellen. Die Polizei bittet Zeugen, die das Geschehen in den frühen Morgenstunden beobachtet haben, sich zu melden.

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