Christian Stocker

ÖVP-Chef Christian Stocker kann einem schon leid tun: Kaum sind die Wirtschaftsbund-Skandale um Harald Mahrer und Walter Ruck vom Tisch, steht womöglich der nächste in Niederösterreich vor der Tür.

15. September 2026 / 08:24 Uhr

„Mandatskauf“: Schmutzige Kampagne, oder nächster ÖVP-Skandal?

In der ÖVP liegen ohnehin schon die Nerven blank, schon steht womöglich der nächste Skandal ante portas. Die Wirtschaftsbund-Chefs in Niederösterreich wurden von eigenen Parteifreunden angezeigt. Ihnen werden – anonym – „gerichtlich strafbare Handlungen“ vorgeworfen.

Schwere Vorwürfe

Die Vorwürfe wiegen schwer: Wirtschaftsbund-Chef Wolfgang Ecker wird in der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten zur Last gelegt, er habe eine Prüfung der Wirtschaftskammer NÖ durch den Rechnungshof kraft seiner Funktion als Vize-Chef des Rechnungshofausschusses im Nationalrat verhindert. Und Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus wird beschuldigt, nur deshalb in den Nationalrat eingezogen zu sein, nachdem er 200.000 Euro dafür an die Landespartei bezahlt haben soll. 

Diffamierungs-Kampagne

Wenige Tage vor der Funktionärs-Wahl am Donnerstag gibt es also diese anonymen Verdächtigungen, die das ÖVP-Duo als „schmutzige Kampagne“ sieht. „Die Unterstellungen sind absurd und falsch“, hieß es vonseiten der Beschuldigten gegenüber der Kronen Zeitung, die auch von einer Diffarmierungs-Kampagne sprachen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten prüft jedenfalls einen Anfangsverdacht. 

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