In den bisherigen ORF-Sommergesprächen haben die Parteichefs der Grünen, Neos, SPÖ und ÖVP die Gelegenheit genutzt, um Herbert Kickl bei den Österreichern madig zu machen. Das ging offenbar nach hinten los. Denn in der aktuellen Sonntagsfrage kratzt Kickls FPÖ bereits an der 40-Prozent-Marke.Â
Umfrage-Beben
Die Tageszeitung Österreich, die die brandaktuelle Lazarsfeld-Sonntagsfrage präsentierte, schreibt von einem „Umfrage-Beben“. Tatsächlich erreichen die Freiheitlichen mit 39 Prozent einen Rekordwert. Die ÖVP verliert und kommt auf 21 Prozent, während die SPÖ im freien Fall angelangt ist. Mit Andreas Babler an der Spitze sind es nur noch 15 Prozent für die Genossen. Sie steuern damit auf ein Duell mit den Grünen (zwölf Prozent) zu. Die Neos verharren bei sieben Prozent, die KPÖ (vier Prozent) könnte laut dieser Umfrage den Einzug in den Nationalrat schaffen.
Wechsel an Spitze würde nichts nützen
Fatal für die ÖVP und SPÖ ist, dass beide Parteien auch mit neuen Parteichefs nicht besser abschneiden würden. Das hat zumindest eine Umfrage in der Kronen Zeitung ergeben: 48 Prozent meinten, dass es besser wäre, 52 Prozent aber waren der Meinung, dass ein Wechsel an der Spitze der beiden Parteien keine Besserung bringen würde.
