Echt jetzt? Christian Stocker kennt die Kosten für seine „Österreich im Gespräch-Tour“ nicht. Das teilte der ÖVP-Kanzler in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung vom 24. Juli mit. Lediglich mit den Bewerbungskosten dafür in Höhe von 120.000 Euro rückte er heraus.
Lapidar teilte Stocker der Anfragestellerin, der FPÖ-Nationalratsabgeordneten Lisa Schuch-Gubik mit, dass zum Stichtag der Anfrage am 26. Mail 2026 noch keine konkrete Kostenabschätzung möglich gewesen wäre.
ÖVP geht schamlos mit Steuergeld um
Für Schuch-Gubik sind die Antworten wenig zufriedenstellend. Gegenüber unzensuriert sagte sie:
Allein Bewerbungskosten von rund 120.000 Euro sind ein Skandal sondergleichen und zeigen einmal mehr, wie schamlos die ÖVP mit dem Steuergeld der Österreicher umgeht.
Weil die Volkspartei schwer verschuldet sei, lasse ÖVP-Kanzler Stocker seine PR-Tour einfach vom Steuerzahler blechen. Dass er gleichzeitig behaupte, die budgetierten Kosten wenige Wochen vor Beginn seiner Tour nicht einmal abschätzen zu können, sei an Realitätsferne und Verantwortungslosigkeit kaum zu überbieten, zeige aber gleichzeitig, dass diese ÖVP mit Geld einfach nicht umgehen könne, so Schuch-Gubik.
Staatsapparat sucht Bürger aus
Wie berichtet, macht der Bundeskanzler seine Veranstaltungs-Reihe in den Bundesländern auf Staatskosten. Nicht jeder Bürger darf daran teilnehmen. Die Interessenten werden vom Staatsapparat ausgesucht – angeblich mit wissenschaftlicher Begleitung und nach einem repräsentativen Verfahren, wie das Kanzleramt erklärte. Pro Bundesland sollen jeweils rund 200 Personen eingeladen werden. Die Auswahl erfolge „mit wissenschaftlich statistischer Begleitung“, wodurch „eine möglichst hohe Objektivität“ gewährleistet werden solle.
Im Anhang finden Sie die Anfragebeantwortung von ÖVP-Kanzler Christian Stocker an FPÖ-Nationalratsabgeordnete Lisa Schuch-Gubik:
