Armut

Milliarden an Impulsen und neue Verantwortliche in Berlin ändern wenig: Die Realität zeigt anhaltende Schwäche, hohe Energiepreise und strukturelle Probleme, die den Aufschwung verhindern.

10. Juni 2026 / 14:36 Uhr

Wirtschaftsinstitut schlägt Alarm: Deutschland rutscht schon wieder in die Rezession

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zeichnet ein düsteres Bild für die deutsche Konjunktur. Für 2026 hat das Berliner Institut seine Wachstumsprognose deutlich nach unten korrigiert. Statt eines erhofften Aufschwungs droht ein weiteres schwaches Jahr mit minimalem Plus – oder im schlimmsten Fall der Rückfall in die Rezession.

Nach zwei offiziellen Rezessionsphasen in den Vorjahren und einem Mini-Wachstum 2025 stabilisiert sich die Lage nicht nachhaltig. Das DIW senkte die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 auf nur noch 0,5 Prozent. Höhere Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten bremsen die Erholung zusätzlich.

Schwache Dynamik zu Jahresbeginn


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Zu Jahresbeginn 2026 hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung an Dynamik verloren. Industrieproduktion, Auftragseingänge und Einzelhandelsumsätze schwächten sich ab, wie Berichte des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal zwar leicht, doch die positive Entwicklung vom Vorjahresende setzte sich nicht fort.

Andere Institute wie ifo oder die Bundesbank zeichnen ein ähnlich fragiles Bild. Die Prognosen wurden vielerorts halbiert. Geopolitische Unsicherheiten und anhaltende Standortnachteile verhindern einen robusten Aufschwung.

Strukturelle Lasten bleiben

Deutschland leidet weiter unter hohen Energiepreisen, bürokratischen Belastungen und einer Industrie, die international an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bleibt hoch. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) spricht seit Monaten von einer Doppelkrise: extern durch geopolitische Risiken, intern durch hausgemachte Probleme.

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