In Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern soll eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) demontiert und in die Ukraine gebracht werden. Brisant dabei: Es handelt sich um jenes Kraftwerk, das einst Gas aus der Nord-Stream-Pipeline verarbeitete.
Erinnerung an Demontage nach dem Krieg
Der Transport sollte möglichst geräuschlos erfolgen. Weder in den Medien noch in den politischen Gremien wurde darüber gesprochen. Klammheimlich wurde mit der Demontage begonnen.
Sie erinnert an die Deindustrialisierung nach dem Zweiten Weltkrieg, als alle Siegermächte die nicht zerstörten Industrieanlagen von Schleswig-Holstein bis Niederösterreich abmontierten und in den Siegerstaaten wieder aufbauten.
Wirtschaftliche Grundlage verloren
Doch die neue Industriedemontage wurde bekannt. Zuletzt informierte Axel Vogt, Bürgermeister von Lubmin und Vertreter des Industriehafens, darüber.
Die Anlage hat ihre wirtschaftliche Grundlage verloren. Das Kraftwerk stand seit 2022 still, weil kein Gas mehr über die Pipelines kam, wurde dann als Notversorgungsanlage betrachtet und sollte schließlich verkauft werden. Der Betreiber Sefe erklärte nun, ein Weiterbetrieb sei unrentabel, alternative Nutzungen hätten sich nicht ergeben.
Belohnung für größten Angriff in Friedenszeiten
Daher teilte der Bürgermeister mit, dass die Kraft-Wärmekopplungs-Anlage in die Ukraine kommen soll, und zwar geschenkt. Nicht ohne auf den Hinweis zu verzichten, dass die Sprengungen der Nord-Stream-Leitungen laut Bundesgerichtshof „höchstwahrscheinlich im Auftrag des Staates Ukraine erfolgten“. Siehe auch unzensuriert-Artikel “Nord-Stream-Sprengung soll im Auftrag der ukrainischen Regierung erfolgt sein”.
USA von Anfang an dagegen
Was seit 2022 auffällt, ist das Desinteresse an der Aufklärung des Sabotageaktes, im Grunde eines kriegerischen Aktes. Immerhin geht es um die Energieversorgung einer Industrienation, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit sichern hätte sollen. Das war insbesondere den USA ein Dorn im Auge.
Die US-Regierung drohte lange vor der Sprengung mit Sanktionen und Blockaden. Firmen, die am Bau der Pipeline beteiligt waren, belegten die USA mehrfach mit Sanktionen, um die Fertigstellung zu verzögern oder zu verhindern und um eigenes, viel teureres Flüssiggas Deutschland verkaufen zu können.
Kein Interesse an Aufklärung
Deutschland ließ sich seine Energieversorgung wegsprengen – und tat quasi nichts, um diesen feindseligen Akt zumindest aufzuklären. 2024 bemängelte sogar Russland, Deutschland und andere Länder kämen ihren Verpflichtungen in den Nord-Stream-Ermittlungen nicht nach.
Der Fall bleibt damit einer der größten ungelösten Sabotageakte in Europa.
Der „Danke USA“-Post
Zwielichtig war und ist die Rolle der USA. US-Präsident Joe Biden von den linken Demokraten hatte vor dem russisch-ukrainischen Krieg gesagt.
Wenn Russland einmarschiert, das heißt Panzer oder Truppen über die Grenze der Ukraine fahren, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden das beenden.
Kurz nach der Sprengung erhielt die Aussage durch eine Äußerung aus Polen neue Bedeutung. Der damalige polnische Außenminister Radosław Sikorski veröffentlichte kurz nach den Explosionen ein Foto vom Gasleck mit den Worten „Thank you, USA“.
Der Beitrag wurde später gelöscht, sorgte jedoch international für Spekulationen und politische Spannungen. Sikorski selbst äußerte sich später ausweichend zu der Bedeutung des Posts.
Kritik aus der Politik
In Mecklenburg-Vorpommern wächst der Widerstand gegen die Demontage des vollständig funktionsfähigen, neuen Kraftwerks und damit gegen das endgültige Aus dieser Energieversorgung.
Vertreter der AfD sprechen von einem „Schlag ins Gesicht“ für die Bevölkerung und fordern, die Anlage zur Sicherung der heimischen Energieversorgung zu nutzen.


