Derzeit berichten die BRD-Medien landauf, landab über die Geschehnisse rund um das Schauspieler-Ex-Ehepaar Collien Fernandes und Christian Ulmen. Spiegel, Tagesspiegel,t-online und viele andere Medien sind einhellig auf Fernandes Seite. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann.
Was steckt noch dahinter?
Laut t-online soll er “virtuelle Vergewaltigung” an ihr begangen haben. “Der Schauspieler soll demnach online ihre Identität gestohlen, ‘Hunderte von Männern’ aus ihrem Umfeld zu Sexgesprächen eingeladen und ihnen pornografisches Material geschickt haben. Ulmen äußert sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen.” Doch wie t-online richtig anmerkt, gilt die Unschuldsvermutung. Freilich nur vor Gericht, denn das Netz hat Ulmen bereits verurteilt und linke Männerhasserinnen fordern “Vergeltung” und das Aufhängen von Tätern auf öffentlichen Marktplätzen sowie deren öffentliche Kastration.
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Weitere InformationenKomisch nur, dass wenn Rechte bei Gruppenvergewaltigungen (von denen in der BRD pro Tag zwei nicht virtuell, sondern in der Realität stattfinden) härtere Haftstrafen fordern, das ignoriert wird. Julian Reichelt fand in seiner Sendung heraus, worum es wirklich geht. Die üblichen Verdächtigen wie Luisa Neubauer und Saskia Esken gehen auf eine verdächtig schnell genehmigte Demo und zahlreiche Politiker, Journalisten und ihre NGO-Genossen fordern nun eine Klarnamenpflicht im Netz. Reichelt fand es auch mehr als verdächtig, dass die zahlreichen Mordopfer von Migrantengewalt der tagesschau keine Erwähnung wert sind, die digitalen Probleme von Fernandes aber einen Bericht wert sind. Außerdem merkte Reichelt an, dass er Grundrechte wie die Anonymität im Netz nicht verlieren wolle, nur weil ein Promi wie Ulmen, der als links und woke gilt, womöglich solche Vorlieben habe.
Klarnamenpflicht hätte ihr nicht geholfen
Aber Fernandes fordert die Aufhebung der Anonymität vehement. Die Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann mögen stimmen oder auch nicht; das kann der Autor dieser Zeilen nicht beurteilen und muss von den Gerichten entschieden werden. Aber eine Klarnamenpflicht hätte Fernandes nicht geholfen, denn wenn die Vorwürfe stimmen, wurden die Taten ja während ihrer Ehe begangen. Und es wäre ein Leichtes für ihren Mann gewesen, ihren Personalausweis für die Klarnamenpflicht zu mopsen und zu benutzen.
Ohnehin sorgt die Klarnamenpflicht für eine bestimmte Gruppe eher für noch mehr Unsicherheit im Netz – und diese Gruppe sind die ehrlichen Deutschen. Für sie wird es mit Klarnamenpflicht noch unsicherer, denn zum einen können sie dann noch leichter politisch verfolgt werden, wenn sie regierungskritische Worte posten. Gleichzeitig werden es Stalker und ausländische Onlinebetrüger in deren Ländern, wo die Klarnamenpflicht nicht gilt, es dann noch leichter haben, die Daten ihrer Opfer abzugreifen. Von Hackern aus Deutschland nicht wohlgesonnenen Ländern ganz zu schweigen.
Staatsanwaltschaft sah keine Ermittlungsansätze
Aber das kümmert die Altparteien natürlich nicht. Sie sehen anscheinend die Chance, die Bürger noch mehr zu überwachen. Und da kommt ihnen der Fall Fernandes gerade recht. Was aus dem ganzen Fall wird, steht derzeit noch in den Sternen. Laut der ARD-Journalistin Iris Sayram wurde bei “der Staatsanwaltschaft in Itzehoe” wohl “eine Anzeige der Geschädigten bearbeitet”. Dann wurden “weitere Unterlagen erbeten”, aber das “sei unterblieben. Daraufhin habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren vorläufig eingestellt, weil es keine Ermittlungsansätze gegeben habe. An fehlenden Gesetzen scheint das nicht gelegen zu haben.”
Anscheinend soll das Ganze wohl eher im linksregierten Spanien ablaufen und nicht in der BRD. Jedenfalls hat Fernandes auch in Spanien Anzeige erstattet, weil das Paar dort lebte und weil die Gesetze gegen digitale, sexualisierte Gewalt dort bisher deutlich schärfer sind als in Deutschland. Der Brigitte zufolge hat sie in Spanien Anzeige wegen Identitätsdiebstahls, schwerer Bedrohung und weiterer Delikte erstattet. Ulmens Anwalt weist die Darstellung als unwahr beziehungsweise einseitig zurück und hat rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung angekündigt. Noch hat die Staatsanwaltschaft in Spanien nicht entschieden, ob sie den Fall zur Anklage bringen will.
