Der Norweger Børge Brende – hier 2024 beim Besuch der EU-Kommission – wird das Weltwirtschaftsforum in Zukunft nicht mehr leiten.

26. Feber 2026 / 16:53 Uhr

Freundschaft mit Jeffrey Epstein enthüllt: WEF-Präsident Brende tritt zurück

Das mächtige Weltwirtschaftsforum (WEF) ist um einen Skandal reicher: Dessen Präsident und Geschäftsführer, Børge Brende, hat seinen Rücktritt angekündigt, nachdem enthüllt wurde, dass er enge Kontakte zum US-amerikanischen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterhalten haben soll.

WEF-Chef war bei Epstein zu Besuch

Neue Dokumente offenbaren über 100 Nachrichten zwischen Brende und Epstein, die einen freundschaftlichen Austausch belegen. Der norwegische Politiker hatte Epstein mehrfach in dessen New Yorker Anwesen besucht, zuletzt nur 20 Tage vor Epsteins Verhaftung 2019. Brende soll sogar seinen 53. Geburtstag bei Epstein gefeiert haben.

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Im Vorjahr hatte Brende Kontakte zu Epstein noch bestritten. Die nun veröffentlichten Epstein-Files zeigen jedoch, dass er über Epsteins kriminelle Vergangenheit informiert war.

Machenschaften des WEF werden fortgesetzt

Übergangsweise übernimmt Alois Zwinggi als Interimspräsident. Die Co-Präsidenten, André Hoffmann und der Milliardär und BlackRock-Chef Larry Fink dankten ihm für seine Leistungen. Das ausgegebene Ziel: Die Arbeit der intransparenten Organisation soll “ohne Ablenkungen” fortgesetzt werden.

Immer mehr Sozialisten nehmen den Hut

Wie berichtet, belastet die Veröffentlichung des E-Mails-Verkehrs des verurteilten Sexualstraftäters vor allem sozialistische Politiker in ganz Europa. Dazu zählen der ehemalige Generalsekretärs des Europarats und frühere Ministerpräsident und Außenminister von Norwegen, Thorbjørn Jagland, der Mitglied der sozialdemokratischen Arbeiterpartei ist.

Wegen seiner Kontakte zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat der frühere französische Kulturminister Jack Lang, seit 1977 Mitglied der französischen Parti socialiste (PS), den Rücktritt als Leiter eines renommierten Kulturinstituts in Paris eingereicht.

Auch der britische Premierminister Keir Starmer von der Labour Party steht unter Druck, weil er Peter Mandelsohn, einen Freund Epsteins, als Botschafter in Washington ernannt hatte, obwohl die Vorwürfe gegen Epstein schon längst bekannt gewesen sind. Mittlerweile ist sein Stabschef Morgan McSweeney aufgrund dieser Affäre zurückgetreten. Ob ihm Starmer folgen wird, steht noch in den Sternen. Unzensuriert berichtete.

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