Dass sich die Kinder im Betriebskindergarten des Kanzleramts mit dem Moslem-Fest Ramadan beschäftigen würden, hatte man den Eltern vorher nicht mitgeteilt – was für einigen Unmut sorgte (Symbolbild).

23. Feber 2026 / 14:50 Uhr

Ramadan und „Zuckerfest“: Aufregung um Moslem-Kalender in rotem Kindergarten

Im Betriebskindergarten der SPÖ-nahen Kinderfreunde im Bundeskanzleramt sorgt ein Ramadan-Kalender für Aufregung. ​Dass die Kinder dort das moslemische Fest thematisieren, wurde vorher nicht transparent gemacht.

Moslem-Kind brachte Kalender mit

Eine Mutter erfuhr von ihrem Sohn, dass im Kindergarten ein „Zuckerfest“ gefeiert und ein Ramadan-Kalender verwendet werde.​ Der Kalender stammte aus dem moslemischen Elternhaus eines Kindes, wurde in der Gruppe aufgehängt, und jeden Tag musste ein anderes Kind ein Sackerl öffnen – darin befanden sich jeweils eine Affirmationskarte und ein Zuckerl.

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Ramadan-Kalender und „Zuckerfest“ verwirren Kind

Die Mutter berichtete gegenüber der Gratiszeitung Heute, ihr Sohn sei allerdings am Aschermittwoch mit ihr in der Kirche gewesen und sei danach „völlig verwirrt“ aus dem Kindergarten nach Hause gekommen, weil er dort vom Ramadan-Kalender und „Zuckerfest“ erzählte.

Eltern nicht informiert

​Sie vermisst Transparenz: Es habe weder einen Aushang noch eine schriftliche Information gegeben, dass im Gruppenalltag ein religiöser Kalender verwendet werde.​ Eltern sollten vorab eingebunden werden, um selbst entscheiden zu können, wie sie damit umgehen.

​Kinderfreunde geloben Besserung

Im Gespräch mit der Mutter sagte die Kindergartenleiterin zu, den Moslem-Kalender wieder zu entfernen.​ Die Kinderfreunde erklärten, der Kalender sei keine Aktion des Kindergartens gewesen, sondern eine „Tradition aus dem familiären Umfeld eines Kindes“, das diese mit der Gruppe teilen wollte.​ Religiöse Inhalte oder theologische Hintergründe seien angeblich nicht vermittelt worden; eine religiöse Feier habe nicht stattgefunden.​

Gleichzeitig bedauerte die rote Vorfeldorganisation, die Eltern nicht vorab informiert zu haben, und will künftig stärker auf transparente Kommunikation achten.​

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