Andreas Babler und Euro

SPÖ-Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler gibt eine Studie zur Medienförderung in Auftrag – der Sinn dahinter ist zweifelhaft, die Kosten enorm.

23. November 2025 / 15:57 Uhr

Medienförderung: Babler gibt 78.000 Euro für fragwürdige Medienstudie aus – ohne Ausschreibung

SPÖ-Medienminister Andreas Babler lässt eine umfassende Analyse zur österreichischen Medienförderung erstellen, Kostenpunkt: 78.000 Euro Steuergeld. Am Sinn des Projekts zweifelt man in der Opposition.

Mainstream-Medien enttäuscht von Medienminister Babler

Die österreichischen Mainstream-Medien stecken seit Monaten tief in der Krise. Mehrere Verlagshäuser – zuletzt etwa die Presse und die Kleine Zeitung – hatten Stellenabbau angekündigt. Grund dafür sind die dramatisch gesunkenen Einnahmen durch die Presseförderung, von denen die etablierten Medien lange profitierten. Von Babler, seit mehr als acht Monaten im Amt, wurden bisher allerdings kaum Reformschritte sichtbar.

Unzensuriert Radio-Empfehlung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Regierung entscheidet über Wert von Medien

Am Mittwoch hatten die Ampel-Parteien im Nationalrat einen Entschließungsantrag beschlossen, der die wissenschaftliche Analyse in Auftrag gibt. FPÖ und Grüne verweigerten in seltener Einigkeit die Zustimmung. Die FPÖ zeigte sich alarmiert. Mediensprecher Christian Hafenecker befürchtet, Bablers Pläne könnten langfristig die Pressefreiheit untergraben:

Wenn sich eine Regierung anmaßt, zu entscheiden, welches Medium qualitativ hochwertig ist, gilt es, besonders wachsam zu sein!

Medienvielfalt wird angegriffen

Was Babler den Menschen mit seiner Reform der Medienförderung als Sicherung unserer Demokratie verkaufen wolle, sei das genaue Gegenteil davon: nämlich die „Aushöhlung unserer Demokratie, indem die Medienvielfalt als eine ihrer Säulen angegriffen wird!“, so Hafenecker.

Auch Sigrid Maurer, Vizeklubchefin der Grünen, kritisierte Bablers Vorgehen scharf:

Statt die 25 Millionen Euro, die im Budget liegen, zu verwenden, sollen nun Fakten untersucht werden, die schon längst am Tisch liegen.

Auftrag wird ohne Ausschreibung vergeben

Das Ministerium bestätigte gegenüber Heute, dass 78.000 Euro für die Analyse aufgewendet werden. Da der Betrag unter der Grenze von 100.000 Euro liegt, konnte Babler den Auftrag ohne Ausschreibung direkt vergeben.

Den Zuschlag erhielt das „Medienhaus Wien“ unter Leitung von Andy Kaltenbrunner. Beteiligt sein sollen außerdem die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Austrian Institute of Technology (AIT), der Presseclub Concordia und die Hamburg Media School. Erste Ergebnisse werden Anfang 2026 erwartet.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

19.

Feb

12:45 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Ein Musiktipp für SPÖ und ÖVP 😉🎶
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.