Die unverständliche Gendersprache gehört im österreichischen Parlament ab sofort der Vergangenheit an.

20. Oktober 2025 / 16:50 Uhr

Aus für Binnen-I, Unterstrich und Co.: Rosenkranz verbietet Gendersprache im Parlament

FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz macht Schluss mit der unverständlichen Gendersprache im Parlament. Mit dem neuen „Sprachlichen Leitfaden“ für die Mitarbeiter der Parlamentsdirektion wird festgelegt: Im Hohen Haus sollen künftig nur noch zwei Varianten der „geschlechtergerechten“ Sprache verwendet werden – die neutrale Form (etwa „Studierende“, „Teilnehmende“) und die Paarform, bei der die weibliche Bezeichnung vorangestellt wird („Bürgerinnen und Bürger“). Besonders bei den neutralen Formen soll aber darauf geachtet werden, bizarre Konstruktionen wie “tote Radfahrende” zu vermeiden.

Rechtschreib-Rat lehnt Gendersprache ab

Damit werden Schreibweisen mit Sonderzeichen – also der Doppelpunkt („Bürger:innen“), der sogenannte „Genderstern“ („Bürger*innen“) oder der Unterstrich („Bürger_innen“) – ausdrücklich ausgeschlossen. Rosenkranz beruft sich dabei auf den Rat für deutsche Rechtschreibung: Der hatte entschieden, dass Sonderzeichen im Wortinneren nicht regelkonform sind und die Lesbarkeit beeinträchtigen. 2023 entschied das multinationale Gremium:

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Sonderzeichen innerhalb von Wörtern beeinträchtigen die Verständlichkeit, die Lesbarkeit und Rechtssicherheit von Begriffen und Texten. Diese Sonderzeichen als Bedeutungssignale innerhalb von Wörtern können nicht in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung aufgenommen werden, weil sie derzeit nicht wissenschaftlich eindeutig zu begründen sind.

Gender-Richtlinie tritt sofort in Kraft

Auch verweist Rosenkranz auf den Frauenförderungsplan 2021–2026, der eine sprachliche Gleichstellung in weiblicher, männlicher oder neutraler Form vorschreibt. Aus Gründen der Einheitlichkeit und Kosteneffizienz sollen die neuen Vorgaben ab sofort für alle Publikationen und Schriftstücke gelten. Bestehende Texte sollen bei Gelegenheit angepasst werden. Natürlich spricht auch nichts dagegen, die althergebrachte Form des generischen Maskulinums zu verwenden.

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