Angesichts des explodierenden Staatsdefizits liebäugelt die schwarz-rot-pinke Regierung mit weiteren Steuerbelastungen. So hat SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer Anfang des Monats in einem Kurier-Interview bereits eine mögliche Vermögenssteuer angedacht.
Hälfte kassiert der Staat wieder ein
Doch die Österreicher gehören schon jetzt zu den am meisten zur Kasse gebetenen Staatsbürgern. Ihr Arbeitseinkommen wird besonders stark durch Steuern und Sozialabgaben belastet. Laut einer Studie der Industrieländer-Organisation OECD liegt Österreich auf Platz fünf von 38 untersuchten Staaten. Die OECD vergleicht jährlich die Steuer- und Abgabenlast unter ihren Mitgliedsstaaten.
Jeder alleinstehende österreichische Arbeitnehmer muss fast die Hälfte seines Einkommens, nämlich 47 Prozent, wieder an den Staat zurückgeben. Kein Grund zum Feiern, dass im Jahr 2023 noch 47,2 Prozent an den Staat abzuführen waren. Im Schnitt geben die Bürger der 38 OECD-Länder hingegen lediglich 34,9 Prozent (2023: 34,8) ihres Einkommens an Steuern wieder ab.
Wert im Vergleich zu 2023 minimal gesunken
Bei verheirateten Alleinverdiener-Paaren mit zwei Kindern liegt der Wert der Steuerbelastung bei 32,7 Prozent (2023: 32,8 / OECD-Schnitt: 25,7 Prozent) – immerhin noch immer die elfthöchste Steuer- und Abgabenbelastung innerhalb der OECD für diese Gruppe.
Schlechter sieht es bei verheirateten Doppelverdiener-Paaren aus. Sie mussten zuletzt 37,4 Prozent abgeben (2023: 40,6), der OECD-Durchschnitt nur 29,5 Prozent. Österreich liegt damit am achten Platz der höchsten Besteuerung.
Missverhältnis zu Regierungsausgaben
Die Österreicher werden also massiv vom Staat ausgepresst. Angesichts von Rekord-Teuerung und Pensions-Sorgen gönnen sich ÖVP, SPÖ und Neos eine der teuersten Regierungen aller Zeiten. 5,5 Millionen Euro schlagen allein die Bruttojahresbezüge der 21 Regierungsmitglieder, also von Kanzler, Vize, Ministern und Staatssekretären, zu Buche. Dahinter kommt noch mehr: ein nie dagewesener Luxus-Apparat mit unglaublichen 273 Mitarbeitern in den Ministerbüros.