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Ingrid Brodnig

Ingrid Brodnig sollte lobende Worte über einen prämierten TV-Beitrag spenden, verstieg sich dabei jedoch zu einer üblen Attacke auf Menschen, die nach der Corona-Impfung an schweren gesundheitlichen Folgen leiden.

14. Mai 2024 / 06:00 Uhr

Hass-Expertin Brodnig kritisiert, dass „eingebildete Impfschäden budgetär belohnt werden“

Ich persönlich würde erstens meinen, dass es bis heute keine gescheite Corona-Aufarbeitung gab, und damit meine ich nicht, dass man beispielsweise eingebildete Impfschäden budgetär belohnt, so schrecklich auch teilweise die gefühlten Situationen der Person dahinter sind.

Diesen empörenden Satz sprach die freie Journalistin und Buchautorin Ingrid Brodnig bei der Preisverleihung des Concordia-Presseclubs am Montagabend im Parlament (siehe Aufzeichnung bei 44:13 Minuten)

Woher kommt der Hass?

Brodnig war als Laudatorin für die ORF-Journalistin Nicole Kampl eingeladen, die für ihre „Am Schauplatz“-Reportage „Woher kommt der Hass?“ mit dem Menschenrechts-Preis ausgezeichnet wurde. Darin wird der Suizid der Ärztin Lisa-Maria Kellermayr thematisiert, die sich in den sozialen Medien vehement für die Corona-Impfung ausgesprochen hatte und zum Ziel von Hasspostings und Morddrohungen geworden war.

Ausgewiesene Expertin zu Fragen des Hasses

Von Concordia-Generalsekretärin Daniela Kraus wurde Brodnig als „ausgewiesene Expertin zu Fragen des Hasses und der Hetze im Internet“ angekündigt. Am Rednerpult bewies sie, dass sie sich auch offline auf Hass und Hetze versteht.

Entmenschlichung von Opfern

Was Brodnig unter der von ihr geforderten Corona-Aufarbeitung versteht, ist Gerechtigkeit gegenüber jenen Ärzten, die wegen ihrer Haltung pro Impfung beleidigt und bedroht wurden. Warum es zur Begleitung dieser Forderung eines dieser üblen Verbalattacken auf Menschen bedurfte, die nach der Impfung mit teils schwersten gesundheitlichen Folgen zu kämpfen haben, ist dadurch freilich nicht erklärbar. Nicht nur, dass diese Menschen ihrer Persönlichkeit beraubt und als „Impfschäden“ entmenschlicht werden, behauptet Brodnig, dass es sich bei ihren Beschwerden bloß um „eingebildete Impfschäden“ handle, die sich in „gefühlten Situationen“ ausdrücken.

NÖ COVID-Hilfsfonds stößt Brodnig sauer auf

Tatsächlich geht jeder gesetzlichen Anerkennung eines Impfschadens ein mitunter jahrelanger Spießrutenlauf voraus, den die Opfer oftmals wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit nicht durchstehen. Dass Niederösterreich mit dem COVID-Hilfsfonds einen Weg gefunden hat, diesen Menschen unbürokratisch zu helfen, stößt Brodnig offensichtlich sauer auf und dürfte der Anlass ihrer Herabwürdigung gewesen sein. Dabei handelt es sich bei dieser Wiedergutmachung mit einem Höchstbetrag von 1.500 Euro ohnehin nur um ein Trostpflaster, insbesondere dann, wenn die Folgen langfristig sind.

Krankenschwester kann Bett kaum mehr verlassen

Sie wie bei der 43-jährigen Krankenschwester Christina: Sie erlitt nach der ersten Impfung eine lebensbedrohliche allergische Reaktion, wurde danach auf der Intensivstation (!) ein zweites Mal geimpft, und ist seither nicht nur arbeitsunfähig, sondern kaum noch in der Lage, das Bett zu verlassen. Menschen wie Christina, mit der Marie-Christine Giuliani vor wenigen Tagen für FPÖ TV gesprochen hat, werden durch Aussagen wie jene von Brodnig zu ihrem schweren Leiden noch zusätzlich herabgewürdigt.

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