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Ein schwarzer Wahlsonntag steht in Niederösterreich Landeshauptfrau Mikl-Leitner bevor, allerdings nicht im Sinne eines Wahlerfolgs für die ÖVP.

20. Januar 2023 / 10:31 Uhr

Sensation eine Woche vor der Wahl: Mikl-Leitner und Landbauer fast gleichauf

Eine Woche vor der Landtagswahl in Österreichs größtem Bundesland Niederösterreich wird es so richtig spannend. Denn die bisher mit absoluter Mehrheit regierende ÖVP unter Johanna Mikl-Leitner steht vor einem Desaster.

ÖVP verliert jeden vierten Wähler

Laut jüngster Lazarsfeld-Umfrage dürfte die ÖVP jeden vierten Wähler der letzten Landtagswahl verlieren und ein Minus von sage und schreibe zwölf Prozent einfahren. Damit würde sie unter die magische 40 Prozent-Marke rutschen.

Profitieren wird die FPÖ, die im schwarzen Kernland jeden vierten Bürger überzeugen kann und ein Plus von gut zehn Prozent erwarten darf. Die SPÖ dürfte mit 23 Prozent auf Platz drei landen, Tendenz sinkend. Unter „ferner liefen“ reihen sich die Neos mit sieben Prozent und die Grünen mit mageren sechs Prozent ein.

Abrechnung mit mieser Kampagnen-Politik

Aber noch viel schlimmer für die ÖVP: Auf die Frage, welchen Spitzenkandidaten man als Landeschef wünsche, sprechen sich nur 27 Prozent für Mikl-Leitner aus, aber 26 Prozent für den FPÖ-Kandidaten Udo Landbauer, den die „schwarze Eminenz“ vor fünf Jahren mithilfe einer üblen Verleumdungskampagne („Liederbuch-Affäre“) noch aus dem Rennen schießen konnte.

Auswirkungen auf Bundesregierung

Und zu allem Überfluss erwartet die große Mehrheit der Österreicher Auswirkungen auf Bundesebene: 52 Prozent sprechen sich dafür aus, dass das Wahlergebnis Einfluss auf die Bundespolitik haben werde. Bei den jungen Wählern sind es fast zwei Drittel, die von Folgen für die Regierung ausgehen.

ÖVP- und FPÖ-Kandidaten auch bundesweit fast gleichauf

Und dort sieht es bekanntlich bitter für die Regierungsparteien ÖVP und Grüne aus, denn jeder dritte Österreicher wünscht sich laut aktuellen Umfragen die FPÖ in der Regierung. Und auch dort bildet sich die niederösterreichische Einstellung ab: Bei einer fiktiven Kanzler-Direktwahl würde Karl Nehammer (ÖVP) nur noch 23 Prozent der Stimmen erhalten, während sein FPÖ-Herausforderer Herbert Kickl auf 22 Prozent Zustimmung kommt. Tendenz steigend.

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