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EU

11. März 2014 / 11:41 Uhr

Schweinepest in der EU: Landwirten drohen Milliarden-Verluste

Den Landwirten in vielen Ländern der EU drohen massive Verluste. Das tödliche Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wurde im Jänner und Februar erstmals in Litauen und Polen – und damit innerhalb der EU – nachgewiesen. Seitdem läuten in allen EU-Staaten die Alarmglocken. Das Zentrum dieser Krankheit, gegen die es bislang keine Möglichkeit der Impfung gibt, liegt seit einigen Jahren in dem Wildschweinbestand im Gebiet zwischen der Ukraine, Russland und dem Kaukasus. In Österreich ist dieses tödliche Virus dagegen noch nie nachgewiesen worden.

Gegen die Schweinepest gibt es keine Impfung

Zum Halali auf Vögel lässt daher nun der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhausen (SPD), blasen. Der Grund: Die Einschleppung der Schweinepest geschah vermutlich durch aasfressende Vögel. Im Fokus stehen Nebelkrähen, Elstern und Raben. Diese Vogelarten könnten als Aasfresser durch den Verzehr des Fleisches von verendetem Schwarzwild die Schweinepest flächendeckend verbreiten. Durch eine Reduzierung des Vogelbestandes versucht man nun, die Seuchen-Ausbreitung zu verhindern.

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Gleichzeitig möchte man im laufenden Jagdjahr 2014 auch die Bejagung von Schwarzwild in den Wäldern des norddeutschen Bundeslandes weiter verstärken. Bereits 2013 kam es offiziell zu 142.000 Abschüssen, diese Anzahl soll heuer nach den Wünschen des SPD-Landwirtschaftsministers Backhaus noch übertroffen werden.

Die Niederlande erlitten 2,3 Milliarden Euro Schaden

Vor allem die Landwirtschaft und die Fleischindustrie fürchten bei einem tatsächlichen Ausbruch der Schweinepest einen Milliardenschaden. Warnendes Beispiel sind die Niederlande, wo 2013 durch ASP ein Schaden von mehr als 2,3 Milliarden Euro eingetreten war. Durch den Aasfresser-Abschuss und die intensivierte Bejagung des Schwarzwildes möchte man die Infektionskette unterbrechen.

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