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29. Mai 2016 / 07:13 Uhr

TU-Berlin: Moslemstudenten protestieren gegen Freitagsgebetverbot in Turnhalle

Jahrelang stellte die Universitätsleitung der TU Berlin moslemischen Studenten einen Gebetsraum zur Verfügung und ließ sie in der Turnhalle kollektiv das Freitagsgebet verrichten. Doch per 14. März war damit Schluss, was zu Protestaktionen führte.

Drohungen gegen Universitätspräsidenten

Trotz der Entscheidung nutzten die Moslemstudenten weiterhin Gebäude und Grünflächen der Universität für ihre kollektiven Gebete, worauf sie aufgefordert wurden, sich einen anderen Ort zu suchen. Nun melden sie an Freitagen vor dem Universitätsgebäude Kundgebungen an, um sich dort auf ihren Gebetsteppichen niederzulassen. Sie fordern, dass Studenten und Mitarbeiter der Universität wieder gemeinsam auf dem Campus beten dürfen. Geschätzt 100 bis 150 Personen nahmen zuletzt daran teil.

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Wie der Focus berichtet, soll es bei der Protestaktion am vorletzten Freitag in den Reden, die vor dem eigentlichen Gebet gehalten wurden, vereinzelt antisemitische Bemerkungen gegeben haben. Zudem sollen die betenden Männer von verschleierten Frauen umringt gewesen sein, die Plakate mit Drohbotschaften gegen den  TU-Präsidenten Christian Thomsen trugen. „Beim nächsten Gebet wirst du abgeführt!“ soll auf einem der Schilder gestanden haben. Zudem wurden Mitglieder der Universitätsleitung in einem mittlerweile gelöschten YouTube Video als „Feinde des Islam“ bezeichnet.
 
Radikale Prediger in Gebetsraum

Offiziell begründet Universitätspräsident Christian Thomsen die Entscheidung der Universitätsleitung damit, dass Hochschulen und Religionen voneinander getrennt sein sollten. Man habe die Freitagsgebete in der Turnhalle toleriert, weil es früher in Berlin noch nicht so viele Möglichkeiten für Muslime gegeben habe, ihre Religion zu praktizieren. Doch das sei mittlerweile nicht mehr der Fall. Tatsächlich dürfte dem Islamversteher allerdings die Islamistenszene an der Uni über den Kopf gewachsen sein und er deshalb die Reißleine gezogen haben.

So wird berichtet, dass die Predigten der Imame immer radikaler geworden seien. Einer davon war der islamistische Hassprediger Abdul Adhim Kamouss. Kamouss hält seine Predigten derzeit in einem Neuköllner Kulturzentrum, das häufig von radikalen Hamas-Anhängern besucht wird. Zuvor verkehrte er in der Berliner Salafistenszene und in der berüchtigten Al-Nur-Moschee, gegen deren Trägerverein ein Verbotsverfahren im Laufen ist. Zudem drängten sich in der Turnhalle bereits bis zu 600 Menschen. Viele davon waren Universitäts-externe Personen.

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