Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem ist über Tsipras Zick-Zack-Kurs verärgert.

8. Feber 2015 / 13:00 Uhr

Euro-Chef Jeroen Dijsselbloem stellt Grexit in den Raum

Die Euro-Gruppe hat offensichtlich keine Geduld mehr mit den Griechen. Die vom neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras gefahrene Zick-Zack-Linie in Sachen Reformprogramm schmeckt den Euro-Finanzministern gar nicht. Tsipras wirtschaftspolitischer Kurs lasse lediglich die Alternativen Bail-out oder Grexit zu, heißt es. Falls Athen bis zum 16. Februar keinen entsprechend hinterlegten Verlängerungsantrag für sein Kreditprogramm vorlege, drohe der totale Zahlungsstopp. Davon geht jedenfalls Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem aus. Zugesagte weitere Mittel aus dem IWF und der EZB in der Höhe von 18,1 Milliarden Euro stünden dann nicht mehr zur Verfügung.

Die Troika aus europäischer Zentralbank, internationalem Währungsfonds und EU-Kommission würden sich dann an die bisherige Griechenland-Rettungspolitik nicht mehr gebunden halten. Das würde zum Ende der Kreditierung Griechenlands und zum totalen Staatsbankrott führen.

Austritt Griechenlands aus der Eurozone

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Obwohl die Eurokraten in der Öffentlichkeit immer wieder betonen, dass ein Austritt bzw. Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone keine Option sei, könnte genau das am Ende des Tages dennoch passieren. Denn durch die Verweigerung weiterer Reformen bei gleichzeitiger ökonomischer Handlungsunfähigkeit würde Griechenland ansonsten wohl zu einem Mitgliedsland werden, das unter dauernde ökonomische Sachwalterschaft gestellt werden müsste.

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