Mit einer biologischen Kriegsführung konfrontiert die Fischereiwirtschaft in Australien derzeit die Öffentlichkeit. Da die vor mehr als 160 Jahren eingeführten Karpfen als biologische Zuwanderer die ursprüngliche Fischvielfalt zerstört haben, sollen sie mit dem Einsatz eines ansteckenden Herpes-Virus radikal dezimiert werden.
Aktuell machen die Karpfen 80 bis 90 Prozent der Fischbestände auf dem australischen Kontinent aus. In den 1960iger Jahren waren Karpfen aus Fischfarmen unkontrolliert ausgewildert worden und hatten in den letzen fünf Jahrzehnten die Hegemonie in vielen Flussläufen übernommen. Der Einsatz einer biologischen Waffe gegen den massiven Karpfenbestand ist für die Gewässeraufsicht in Australien derzeit offenbar der letzte Ausweg.
Virus CyHV-3: Folgen für Umwelt und Gesundheit möglich
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Weitere InformationenBiologen waren jedoch vor dem Einsatz des Virus CyHV-3, der nicht weniger als fünfzehn Millionen australische Dollar, umgerechnet zehn Millionen Euro, kosten soll. Die Folgen dieser Art der biologischen Kriegsführung gegen eine einzelne Fischart könnten nämlich insgesamt für das Ökosystem und damit für Umwelt und Gesundheit von Mensch und Tier weitreichende Folgen haben. So könnten sich die infizierten Fische weiter vermehren und auch andere Arten vom ansteckenden Virus befallen werden.
