Das Freibad im schweizerischen Pruntrut (Kanton Jura) sorgt erneut für öffentliche Aufregung. Nach dem Zutrittsverbot für Ausländer (unzensuriert berichtete) im vergangenen Sommer hat die Gemeinde nun strengere Eintrittsregeln eingeführt. Ausländische Besucher dürfen die Anlage wieder nutzen, allerdings unter deutlich härteren Bedingungen als Einheimische.
Doppelte Preise für Fremde
Wie die Schweizer Plattform 20 Minuten berichtet, zahlen Erwachsene ohne Wohnsitz in Pruntrum künftig 15 Franken Eintritt. Ortsansässige kommen hingegen bereits mit 7,50 Franken ins Freibad. Der Preisunterschied beträgt also das Doppelte. Auch bei Jugendlichen ist die Differenz erheblich: Sie bezahlen 10 Franken statt 5 Franken. Damit kassiert das Bad bei auswärtigen Besuchern deutlich mehr ab, obwohl der Zutritt offiziell wieder erlaubt ist.
Weitere strenge Auflagen
Neben der Preisdifferenzierung wurden zusätzliche Vorschriften eingeführt. Personen ohne Wohnsitz in Pruntrut sowie ohne Aufenthalts-, Arbeits- oder Niederlassungsbewilligung müssen ihre Eintrittskarte verpflichtend online erwerben. Ein Saisonabo steht ihnen nicht zur Verfügung. Wer zudem keine anerkannte Touristenkarte besitzt, muss beim Eintritt einen gültigen amtlichen Ausweis vorlegen. Das elektronische Ticket muss ebenfalls vorgezeigt werden. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, kann der Zutritt verweigert werden. Die Gemeinde begründet diese Regeln mit der Notwendigkeit zur effektiven Steuerung des Besucherstroms und zur Einhaltung der Zugangsbedingungen.
Sexuelle Belästigungen durch Migranten
Bereits im Sommer 2025 hatte das Freibad international für Aufsehen gesorgt. Damals hatte die Gemeinde ausländischen Besuchern den Zutritt vollständig untersagt. Vorausgegangen waren wiederholte Vorfälle mit Gruppen junger Migranten aus dem benachbarten Frankreich. Dabei soll es zu Belästigungen von Frauen und Angriffen auf das Sicherheitspersonal gekommen sein. Besonders Nordafrikaner hatten für Unruhe gesorgt: Sie hätten ins Becken gekotet, gestohlen und Frauen im Intimbereich begrapscht, hatte etwa ein Polizist berichtet
Kein generelles Verbot für Ausländer
Gemeindepräsident Philippe Eggertswyler verteidigte die neuen Maßnahmen gegenüber dem Portal. Er betonte, es gehe nicht darum, Schweizer und Franzosen gegeneinander auszuspielen, sondern darum, die Ruhe zu garantieren. Das neue Reglement ermögliche es, bei starkem Andrang oder Sicherheitsbedarf bestimmte Gruppen vorübergehend zu bevorzugen. Ein generelles Zutrittsverbot für Ausländer werde es nicht geben, allerdings galten nun andere Bedingungen für Ortsansässige als für Auswärtige.
Die Regelung betrifft nicht nur Grenzgänger aus Frankreich, sondern auch Touristen und Personen ohne Wohnsitz oder Arbeitsplatz in der Schweiz.

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