Anita Orbán und Beate Meinl-Reisinger

Anita Orbán beim Besuch ihrer österreichischen Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger in Wien.

28. Mai 2026 / 12:55 Uhr

„Sie sollten sich schämen!“ Offener Brief von Viktor Orbán an Anita Orbán

In einem offenen Brief hat der frühere Ministerpräsident Ungarns, Viktor Orbán, seine Namenskollegin Anita Orbán des Verrats beschuldigt und ihr Unmenschlichkeit vorgeworfen. 

Anita Orbán, im Jahr 2010 von Viktor Orbán zu Ungarns Sonderbotschafterin für Energiesicherheit ernannt, wechselte jetzt die Seiten und heuerte im Kabinett von Peter Magyar als Außenministerin an. Die Namenskollegin ist mit dem Chef der Fidesz-Partei nicht verwandt.

Ehemalige Kollegen der Korruption beschuldigt


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Viktor Orbán stieß offenbar sauer auf, dass die nunmehrige Außenministerin ihre ehemaligen Regierungskollegen der Korruption beschuldigte. Im offenen Brief weist er daher darauf hin, dass Anita Orbán während ihrer langen Zeit in der Fidesz-Regierung nie eine einzige Erklärung, einen Bericht, eine Beobachtung oder auch nur ein Signal im Falle eines Korruptionsverdachts abgegeben habe. 

“Verrat an politischen Rivalen”

Viktor Orbán wirft ihr vor, durch den „Verrat an unseren politischen Rivalen“ den Ministerposten bekommen zu haben. „Gott wird es richten“, meinte er. Den offenen Brief habe er schreiben müssen, weil es so unmenschlich sei, diejenigen zu beschuldigen und zu diffamieren, „mit denen Sie jahrelang zusammengearbeitet haben. Kurz gesagt: Sie sollten sich schämen!“ 

Viktor Orbán glaubt, dass Anita Orbán für ihr Verhalten den Preis zahlen wird müssen. Wörtlich sagte er:

Wenn Ihr Chef (Orbán meinte Peter Magyar), der alle missbraucht, Sie wiederholt öffentlich beschämt, werden Sie das wortlos ertragen müssen. 


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