Im Ressort von SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler sind im ersten Quartal 2026 laut einer Anfragebeantwortung Ausgaben von 128.976 Euro für externe Verträge angefallen. Die Kosten betreffen das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport und wurden auf Verlangen der FPÖ offengelegt.
Knapp 60.000 Euro für Galerie-Geschäftsführung
Der größte Einzelposten entfiel demnach auf die Begleitung des Auswahlverfahrens für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Geschäftsführung der Österreichischen Galerie Belvedere. Dafür wurden mehr als 58.000 Euro ausgegeben. Weitere rund 20.000 Euro gingen jeweils an eine Personalagentur für die Neubesetzungen im MUMOK und im MAK.
Babler begründete die Beiziehung externer Experten mit fehlender eigener Expertise in spezifischen Themenfeldern. In seiner Stellungnahme verweist er außerdem darauf, dass es zur bestmöglichen Bearbeitung mancher Aufgaben sinnvoll sei, auch den Blick von außen einzuholen.
Regierung „moralisch rücktrittsreif“
Die FPÖ reagierte mit scharfer Kritik. Generalsekretär Michael Schnedlitz warf der Regierung vor, Geld für Berater auszugeben, während bei Pensionisten, Familien und Arbeitnehmern gespart werde. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer „moralisch rücktrittsreifen“ Regierung.
Offen bleibt, wie hoch die Ausgaben in den übrigen Ressorts ausfallen werden. Laut dem Bericht liegen deren Abrechnungen bislang noch nicht vor.

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