„Ein EU-Orden für Angela Merkel – das ist die pure Selbstverherrlichung!“, kommentierte FPÖ-Chef Herbert Kickl das Schauspiel gestern, Dienstag, im Europäischen Parlament in Straßburg. Das sah auch die freiheitliche Delegation so und verließ den Saal, als sich die EU-Elite selbst feierte.
Auch ein Orden für Selenskyj
Wie berichtet, wurden gestern in Straßburg an 20 Politiker, Sportler und Popmusiker „Europäische Verdienstorden“ verliehen. Ausgezeichnet wurden unter anderem die frühere deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der Präsident des kriegführenden Landes Ukraine, Wolodymyr Selenskyj.
Hofzeremoniell für Verwalter des Niedergangs
„Diese Peinlichkeit ist durch nichts mehr zu überbieten und eine Bankrotterklärung des Europäischen Parlaments“, meinte dazu Harald Vilimsky, FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament. Es sei wirklich absolut unfassbar, dass ausgerechnet Angela Merkel ausgezeichnet worden wäre, sagte EU-Abgeordnete Petra Steger. Und ihr Kollege, Gerald Hauser, ergänzte: „Das desolate politische System feiert sich selbst“. Harte Worte fand auch EU-Abgeordneter Roman Haider: „Was die hier machen, ist ein Hofzeremoniell für die Verwalter des Niedergangs“.
Freiheitliche machten Schmierenkomödie nicht mit
Die FPÖ-EU-Abgeordneten wollten nicht Teil dieser Ordensverleihung sein, „um nicht da drinnen zu sitzen und vielleicht auch noch einen Applaus zu spenden“ (wie es die Kärntner EU-Abgeordnete Elisabeth Dieringer ausdrückte). Vilimsky nannte es sogar einer der größten „Schmierenkomödien, die ich hier je erlebt habe“. Deshalb habe man dieses Schauspiel nicht mitgemacht.
Applaus von Kickl
Applaus für diese Aktion kam von FPÖ-Chef Herbert Kickl. Auf seiner Facebook-Seite sagte er:Â
Ausgerechnet Angela Merkel wird mit einem europäischen Verdienstorden ausgezeichnet. Jene Frau, deren „Wir schaffen das“-Politik Europa seit 2015 massiv destabilisiert hat. Millionen illegale Migranten, explodierende Kosten, Sicherheitsprobleme und gesellschaftliche Spannungen sind die Folgen dieser fatalen Politik.


