Der Autor dieser Zeilen entschied sich gestern dafür, einmal ganz fair, sachlich, neutral und objektiv nachzusehen, was der Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk mit unseren monatlichen Zwangsabgaben von 18,36 Euro so anstellt. Dafür begab er sich in die ZDF Mediathek und schaute sich die Vampirserie Love Sucks an.
Immerhin eine sympathische Heldin
Vampirgeschichten können durchaus spannend und interessant sein. Sie können sogar richtig gut sein, so wie der Roman Laurens Abenteuer, den ein Autor aus dem patriotischen Lager geschrieben hat. Aber sie können auch richtig übel sein, so wie die Twilight-Filme. Love Sucks liegt irgendwo dazwischen. Fangen wir mal mit dem Positiven an.
Die Protagonistin Zelda (gespielt von Havana Joy Braun) kommt in der Serie durchaus sympathisch rüber und man möchte als Zuschauer, dass sie aus dem ganzen Horror lebend rauskommt. Die Schauspielerin spielt auch gut und man fiebert mit ihr mit. Das ist schon mal mehr, als ich über Twilight sagen kann. Aber so gut wie Lauren in Laurens Abenteuer ist sie nicht; jedoch nahe dran. Dann gibt es noch eine korrupte Polizistin, die draufgeht.
Serie strotzt vor Unlogik
Überhaupt tun uns viele Figuren in der achtteiligen Serie den Gefallen draufzugehen. Die Serie ist also, passend für eine Vampirserie, schön blutig. Leider gibt es auch einige Logiklücken. Diese alle aufzuzählen würde jedoch den Artikel hier schnell in eine viel zu lange Kurzgeschichte verwandeln, weswegen hier nur eine genannt wird: Die Protagonistin wird am Anfang als Kind gezeigt; sie ist mit ihrer Mutter und ihrem schlafenden kleinen Bruder in einem Auto an einer Tankstelle. Dann ist die Mutter plötzlich weg und Zelda geht sie suchen. Sie sieht, wie ihre Mutter getötet wird.
Später gibt es dann aber einen Plottwist, nur wird in dem plötzlich gezeigt, wie die Mutter das Auto verlässt, um die verschwundene Zelda zu suchen. Und dann wird sie ermordet. Da fragt man sich, wer denn nun zuerst das Auto verlassen hat? Und wer wen suchen wollte?
Schlimmer als Edward
Was in der Serie ebenfalls keinen Sinn ergibt, ist Zeldas Liebe zu dem Vampir Ben (gespielt von Damian Hardung). Der Vampir ist ein Lappen. Und hier muss ich wirklich mal ein Lob an ZDFneo aussprechen. Denn das ZDFneo hat etwas scheinbar Unmögliches geschafft. Sie haben einen noch lausigeren Vampir als Edward aus Twilight geschaffen. Bravo. Das muss man auch erstmal hinbekommen; so eine Negativleistung ist bisher undenkbar gewesen.
Man fragt sich als Zuschauer wirklich immer wieder: Was will sie mit dem? Im Boxring schickt sie ihn locker auf die Matte. Einen jahrhundertealten Vampir, der noch bei seiner Mutter wohnt. Gut, er ist in sie verliebt und sie eben in ihn, aber als sie in einer wirklich gefährlichen Situation steckt und in eine Blutparty der Vampire hineingerät; was tut er da? Er weiß das sie da ist, dass sie in Gefahr ist und statt ihr zu helfen, lässt er sich lieber von seinem Bruder dazu überreden, jemanden auszusaugen. Überhaupt investiert sie deutlich mehr in die Beziehung als er und wenn jemand seit mehreren Jahrhunderten bei seiner Mutter wohnt, ist das neudeutsch gesprochen eine Red Flag.
LGBTQ+-Propaganda und Logiklücken
Man fragt sich, warum die überhaupt Menschen aussaugen? Die sind steinreich. Die haben ein Unternehmen, an das die Leute massenhaft Blut spenden; sie haben sogar Blutkonserven im Kühlschrank. Aber wofür die Millionen scheinbar nicht gereicht haben, sind Überwachungskameras für die Vampirvilla. Jedoch ein Automatiktor haben sie dann plötzlich wieder. Und dann haben sie zwar dumme menschliche Handlanger, aber kein Handlanger passt tagsüber auf ihre Vampirvilla auf? Ergibt das Sinn? Nein.
Es könnte jetzt noch darauf eingegangen werden, wie es sein kann, dass Zelda jahrelang nicht mitbekommen hat, dass ihr Vater und ihr Bruder Vampirjäger sind. Es könnte jetzt noch der schwarze LGBTQ+-Kapitän erwähnt werden, der Zelda und Ben mit einander verheiratet. Aber reden wir lieber über die doch etwas unorganisierte Folgenaufteilung. Normalerweise sind Episoden einer Serie immer in etwa gleich lang. Bei ZDFneo gehen die Folgen mal 32, mal 34 und mal 25 Minuten. Auch wieder etwas, was das GEZ-Fernsehen vermasselt hat. Aber machen Sie sich ruhig selbst ein Bild; sie, ich, wir alle haben ja dafür bezahlt.

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