Dem ehemaligen Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak (Bild), werden Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

14. Mai 2026 / 13:27 Uhr

Neues Kapitel im Energoatom-Skandal: Selenskyj-Vertrauter in Untersuchungshaft

Der ehemalige Stabschef und langjährige engste Vertraute des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, sitzt nun in Untersuchungshaft. Das Oberste Anti-Korruptions-Gericht der Ukraine ordnete am heutigen Donnerstag eine Haftdauer von zunächst 60 Tagen an – eine Kaution von etwa 130 Millionen Hrywnja (rund 2,72 Millionen Euro) könnte ihn jedoch früher befreien.

Schwere Vorwürfe gegen Selenskyj-Vertrauten

Jermak wird Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen; Ermittler machen ihn für illegale Geschäfte beim staatlichen Atomkonzern Energoatom sowie für ein Luxus-Wohnprojekt im Wert von circa 8,9 Millionen Euro verantwortlich. Der frühere „zweitmächtigste Mann der Ukraine”, der bereits im November 2025 nach Wohnungsdurchsuchungen von seinem Amt zurückgetreten war, zählt zu den zentralen Figuren eines Korruptionsskandals, der zunehmend näher an Präsident Selenskyj selbst heranrückt.

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Freiheitliche entschieden gegen Ukraine-Beitritt

Diese Entwicklung würden einmal mehr zeigen, wie tief Korruption und dubiose Netzwerke in der Ukraine offenbar verankert seien, erklärte dazu der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky. Gerade angesichts der Milliardenhilfen aus Europa sei es völlig vonseiten Brüssels unverantwortlich, solche Vorgänge kleinzureden oder politisch zu ignorieren. Vilimsky wörtlich:

Wir reden hier nicht über irgendeinen Funktionär in der zweiten oder dritten Reihe, sondern über einen Mann aus dem engsten Umfeld Selenskyjs. Es fällt schwer zu glauben, dass im unmittelbaren Machtzentrum der Ukraine niemand von diesen Vorgängen gewusst haben soll. Damit wird einmal mehr bestätigt, dass das Land massive Probleme mit Korruption und Machtmissbrauch hat.

Er sprach sich entschieden gegen einen EU-Beitritt der Ukraine aus: Angesichts der Vorwürfe von Korruption und Geldwäsche könne ein Beitritt derzeit und auch künftig kein Thema sein. Mit einem Land, in dem solche Missstände offenbar zum Alltag gehörten, dürfe die Europäische Union keine Beitrittsverhandlungen führen, so der Politiker.

Keine Steuergelder für den Korruptions-Sumpf

Zugleich forderte er, dass keine weiteren europäischen Steuergelder in undurchsichtigen Strukturen verschwinden dürfen. Die Europäische Kommission müsse daher Konsequenzen ziehen, die laufenden Beitrittsgespräche mit der Ukraine sofort aussetzen und sämtliche finanziellen Unterstützungszahlungen stoppen. Für Vilimsky ist klar: Die Interessen der Menschen in Europa sollten wieder Vorrang vor einer ideologisch motivierten Erweiterungs- und Außenpolitik haben.

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