Der “Antifa”-Rapper “Vizzion” aus Darmstadt hat für Aufsehen gesorgt. Statt mit revolutionären Parolen und militanten Texten tritt er nun mit einem sehr persönlichen Schritt an die Öffentlichkeit: Er wird zur Frau und nennt sich ab sofort Stella. In einem Instagram-Statement erklärte er nach „30 Jahren Versteckspiel“ die Transition begonnen zu haben. Anfang April hat die Hormontherapie gestartet. „Ich freue mich soo unendlich meine Maske ablegen zu können“, schrieb er.
Von der Barrikade zur Hormontherapie
Während Teile der linken Szene lange das Proletariat und den Klassenkampf als zentrale Themen feierten, scheint bei manchen Akteuren der Fokus längst auf individuelle Identitätsfragen verlagert. “Vizzion” alias Stella hat nach eigenen Angaben seinen bisherigen Job gekündigt, 23 Kilogramm abgenommen und spricht von Psychotherapie, Sprachtherapie sowie Angst vor Ablehnung durch das Umfeld. Ob die Musikkarriere fortgesetzt wird, ließ er offen – „so vieles hat sich geändert“.
Sellner reagiert
Der österreichische Aktivist Martin Sellner kommentierte den Fall auf X und erinnerte daran, wer “Vizzion” früher war. Er bezeichnete ihn als jenen „deutschen marxistischen Rapper“, der sich als besonders harter und gewaltbereiter „Antifa-Mobboss“ inszeniert habe.
“Vizzion” fiel in der Vergangenheit tatsächlich durch aggressive Songtexte auf. In Tracks wie „Bourgeoisie“ und „Todfeind“ finden sich Zeilen, die zu Angriffen auf politische Gegner aufrufen. Beispiele sind Formulierungen wie „Für die Alle wär ein Messerstich zu nett“ oder „gebe Faschos per Faustschlag die Hautfarbe Schlumpf“. Auch die Identitäre Bewegung und die AfD wurden direkt attackiert.
Vom Klassenkampf zur Identitätspolitik
Die persönliche Entwicklung „Vizzions” steht symbolisch für einen schon länger anhaltenden Trend in der politischen Linken. Während sich die Linke traditionell sozialen und ökonomischen Fragen verpflichtet gefühlt hatte, verschob sich das Interesse in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend auf identitätspolitische Fragen. Dieser Shift zeigt sich auch beim Antifa-Rapper, der sich als militanter, klassenkämpferischer Linker inszeniert hat und nun sein Geschlecht ändert.
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