Tanken und Geld

An der Zapfsäule spüren die Österreicher am stärksten, dass das Leben immer teurer wird.

4. Mai 2026 / 08:50 Uhr

Spritpreise treiben Teuerung: Forderung auf Entlastung an der Zapfsäule

Die Teuerung geht unaufhaltsam weiter. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria beträgt die Inflationsrate im April 2026 voraussichtlich 3,3 Prozent.

Energie als Preistreiber

Im März hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau im April um 0,3 Prozent.


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Besonders deutlich zeigt sich der Preisdruck weiterhin bei Energie. Die Energiepreise lagen im April um 10,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im März hatte der Anstieg im Jahresvergleich noch 6,2 Prozent betragen. Treibstoffe und Heizöl zählen damit weiterhin zu den stärksten Inflationstreibern.

Lebensmittel wieder teurer

Preisdämpfend wirkte laut Statistik Austria die im April eingeführte Spritpreisbremse. Sie senkte die Preise für Benzin und Diesel um bis zu zehn Cent pro Liter und reduzierte die Inflation um bis zu 0,2 Prozentpunkte.

Auch der frühere Ostertermin dämpfte die Preisentwicklung bei Pauschalreisen. Die Dienstleistungspreise stiegen mit 3,9 Prozent weniger stark als im März, als noch ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnet worden war. Lebensmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich um 2,7 Prozent.

Forderung nach Entlastung

Vor diesem Hintergrund erneuert die FPÖ ihre Forderung nach einer stärkeren Entlastung bei Benzin und Diesel.

FPÖ-Energiesprecher Axel Kassegger und sein Stellvertreter Paul Hammerl kritisieren, dass internationale Förderbeschlüsse kurzfristig kaum Wirkung an den Zapfsäulen zeigen würden.

FPÖ: „Keine Ausreden!“

Die angekündigte Erhöhung der OPEC+-Förderquoten werde ihrer Ansicht nach wegen der Blockade der Straße von Hormus kaum zu niedrigeren Preisen führen. Auch zusätzliche Fördermengen der Vereinigten Arabischen Emirate könnten nur dann preisdämpfend wirken, wenn Öl tatsächlich exportiert werden könne.

„Die Bundesregierung darf den Menschen nicht länger vorgaukeln, dass sie den weltpolitischen Entwicklungen völlig handlungsunfähig ausgeliefert ist. Österreich kann den Weltmarkt nicht kontrollieren – aber die eigene Steuerlast sehr wohl“, erklärten Axel Kassegger und Paul Hammerl.

Abschaffung der COâ‚‚-Bepreisung

Die beiden FPÖ-Abgeordneten fordern ein sofortiges Entlastungspaket. Konkret verlangen sie die Abschaffung der nationalen CO₂-Bepreisung sowie eine Halbierung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel:

Hohe Spritpreise treffen nicht nur Autofahrer an der Zapfsäule. Sie verteuern Transporte, Lebensmittel, Dienstleistungen, Lieferketten und damit das tägliche Leben in nahezu allen Bereichen.

Wer Sprit künstlich verteuere, heize die Inflation weiter an und nehme den Menschen Kaufkraft.

Gegen Placebos

Nach Ansicht der FPÖ reichen symbolische Maßnahmen nicht aus, um Haushalte und Betriebe spürbar zu entlasten:

Die CO₂-Bepreisung gehört abgeschafft und die Mineralölsteuer halbiert.

Alles andere sei eine wirkungslose Showpolitik, aber keinesfalls eine echte Entlastung. Die Menschen brauchen jetzt keine symbolischen OPEC-Beschlüsse, sondern spürbar niedrigere Preise, so Kassegger und Hammerl.


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