Bundesregierung und ORF

SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler, ÖVP-Kanzler Christian Stocker und Beate Meinl-Reisinger (Neos) sind auffallend still bezüglich Gagen-Kaiser und sexueller Nötigung im ORF.

6. April 2026 / 11:31 Uhr

Ärger bei Gebührenzahler: Verlierer-Ampel geht bei ORF-Skandalen total auf Tauchstation

Die Verlierer-Ampel meldet sich zwar mit Binsenweisheiten zu Wort, wenn sich die eigenen Maßnahmen als kaum wirksam erweisen („Wer weniger Sprit verbraucht, bezahlt weniger“, ÖVP-Kanzler Christian Stocker), doch bei den selbst geschaffenen Skandalen im ORF stellen sich Stocker, SPÖ-Medienminister Andreas Babler und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger taub. 

Grüne wollen Strobl nicht mehr kennen

Selbst die Grünen versuchen sich aus dem Schlamassel zu retten. In der vergangenen Nationalratssitzung, als FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker den Gagen-Kaiser Pius Strobl anprangerte, sah sich die grüne Abgeordnete Sigrid Maurer genötigt, die Zugehörigkeit von Strobl zu den Grünen in Abrede zu stellen. Dabei gilt der Mann, der auch eine 2,4-Millionen-Euro Pensionszahlung möchte, sogar als Gründungsmitglied der Grünen. 

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Wut der Österreicher wird immer größer

Während sich die Grünen also aus der Affäre ziehen wollen, obwohl sie als Regierungspartei in der schwarz-grünen Koalition jahrelang dem Treiben zugeschaut haben, wartet die Öffentlichkeit vergeblich auf Taten der Bundesregierung, um den ORF endlich zu reformieren. Der Wut der Österreicher wird immer größer, auch weil bekannt geworden ist, dass es unter der neuen Generaldirektorin Ingrid Thurnher offenbar so weitergeht wie bisher. 

“Family Business” im ORF

Denn kaum war die Liste der Supergagen am Küniglberg veröffentlicht, wurden gleich drei weitere Leistungspositionen mit üppigen Gehältern besetzt. Die unter der schwarz-grünen Regierung zur Programmdirektorin aufgestiegene Stefanie Groiss-Horowitz ließ ihre Ehefrau Nina Horowitz bei der Besetzung des neuen Podcasts „Liebesg´schichten und Heiratssachen“ zum Zug kommen, wie Hafenecker in einer Aussendung kritisierte. Er nannte es „Family Business“.

Ein Drittel der Mitarbeiter verdient mehr als 100.000 Euro

Abseits des Transparenzberichts, in dem derORF jene 65 Mitarbeiter auflistet, die mehr als 170.000 Euro im Jahr verdienen (also etwas mehr als 12.000 Euro brutto im Monat), gibt es am Küniglberg 900 Angestellte, die immerhin auf 100.000 Euro im Jahr kommen. Das ist ein Drittel der ORF-Beschäftigten. Zum Vergleich: Das mittlere Brutto-Jahreseinkommen der Österreicher liegt bei etwas mehr als 35.000 Euro im Jahr. 

Einfuss auf größte Medienorgel des Landes

Dieses Gagen-Paradies wird zudem auch noch mit Nebengeschäften aufgefettet. Und die Verlierer-Ampel sieht tatenlos zu – und offenbar auch weg, wenn der Vorwurf einer sexuellen Nötigung das Image des Staatsfunks ruiniert und auf lange Sicht schädigt. 

Der Grund liegt auf der Hand: Greifen Stocker, Babler und Meinl-Reisinger ein, indem sie die Politik aus dem vermeintlich unabhängigen ORF schmeißen, verliert die Verlierer-Ampel Einfluss in die größte Medienorgel des Landes. Also wird nicht mehr getan, als da und dort die Kosmetik verändert. 

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