Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat neue Teilnahmebedingungen für Frauenwettbewerbe beschlossen. Künftig dürfen nur noch biologische Frauen starten. Teilnehmer müssen einen einmaligen Geschlechtstest absolvieren, der über einen Wangenabstrich oder eine Blutprobe erfolgt.
Mehr Fairness und Sicherheit im Wettbewerb
Untersucht wird dabei unter anderem das Vorhandensein des SRY-Gens, das für männliche Geschlechtsentwicklung steht. “Transfrauen” werden dadurch von den Frauenkategorien ausgeschlossen. Die Regelung gilt ausschließlich für den Spitzensport, nicht für den Freizeit- oder Breitensport. Verantwortlich für die Entscheidung war das IOC-Gleichstellungskomitee unter Leitung der früheren Schwimm-Olympiasiegerin Kirsty Coventry. Das Komitee begründet den Schritt mit dem Schutz von Fairness und Sicherheit im Wettbewerb.
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Weitere InformationenTranskult unter Druck
Beobachter sehen hinter der Entscheidung auch politischen Druck – insbesondere aus den USA, wo unter anderem US-Präsident Donald Trump ähnliche Regelungen gefordert hat. Mehrere US-Sportverbände haben bereits vergleichbare Vorgaben eingeführt.
Männliche Boxer im Frauensport
Auslöser der Debatte waren jüngst Kontroversen um Boxer wie Imane Khelif und Lin Yu-ting, die wegen ihres biologischen Geschlechts in Frage gestellt wurden. Khelif wurde 2023 von der Internationalen Boxvereinigung (IBA) von Frauenweltmeisterschaften ausgeschlossen, weil sie einen Geschlechtstest nicht bestanden hatte; die IBA sprach dabei von XY‑Chromosomen. Das IOC betonte dagegen damals, dass Khelif als Frau geboren und registriert worden sei, mit „weiblichem Pass“ und als Frau im Sport aktiv sei.
Ähnliche Diskussionen gab es früher um die Athletin Caster Semenya, deren erhöhter Testosteronspiegel zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten führte.
