Nicht einmal Anton Mattle würde noch an die ÖVP glauben, spottete der freiheitliche Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger nach der ORF-Pressestunde mit dem Tiroler Landeshauptmann, in der er eine Direktwahl des Landeschefs vorgeschlagen hatte.
„Ich bin für die Direktwahl des Landeshauptmanns“, sagte Mattle unmissverständlich. Sein Argument: Dadurch sollten die Länder gestärkt und in weiterer Folge der Bundesrat gestärkt werden. Abwerzger nimmt ihm das nicht ab.
“Mattle geht es um eigenen Machterhalt”
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Weitere InformationenAuf Facebook schrieb der Tiroler FPÖ-Chef:
Ich habe immer gedacht, einem LH geht es ums Land, unserem LH Mattle geht es offenbar nur um den eigenen Machterhalt. Nur heiße Luft, keine klaren Aussagen. Schwaches Interview, passt zu seiner Performance als LH.
Nächste Landtagswahl 2027
In Tirol wird im Herbst 2027 der Landtag neu gewählt. FPÖ-Chef Herbert Kickl glaubt, dass ein schlechtes Abschneiden der ÖVP auch Auswirkungen auf die Bundespartei haben und sogar vorzeitige Neuwahlen auslösen könnte. Möglich, dass Mattle deshalb vorprescht und bei der Landtagswahl keine ÖVP im Gepäck mitschleppen möchte. Eine ÖVP, die tagtäglich mehr an Vertrauen in der Bevölkerung verliert.
Auch Direktwahl des Volkskanzlers
Abwerzger will sich einer Direktwahl des Landeshauptmanns nicht verschließen. „Dann aber auch gleich die Direktwahl des Volkskanzlers“, forderte er. Wohlwissend, dass Herbert Kickl, wären am Sonntag Nationalratswahlen, mit 44 Prozent der Stimmen direkt zum Bundeskanzler gewählt werden würde.
ÖVP mit lauter nichtgewählten Kanzler
Bei Mattle vermutet Abwerzger aber andere Beweggründe, nämlich, dass es „unserem Landeshauptmann offenbar nur um den eigenen Machterhalt“ gehen würde. Wörtlich sagte der Tiroler FPÖ-Chef:
Nicht nur an sich denken, Herr LH! Aber ich weiß schon, bei der ÖVP ist das nicht so einfach. Da wird man ja regelmäßig Kanzler, gerade weil man gar nicht zur Wahl gestanden ist.
Abwerzger spielte damit auf die Kanzlerschaft von Karl Nehammer, Alexander Schallenberg und Christian Stocker an, die allesamt von ihrer Partei auf diesen Posten gehievt und nicht vom Volk gewählt wurden.
