Die CDU ging aus der Wahlschlacht als Sieger hervor. AfD im Landtag nun drittstärkste Kraft. (Vorläufiges amtliches Endergebnis)

23. März 2026 / 07:57 Uhr

Supergau für regierende SPD bei Landtagswahl

Der Wahlsonntag endete in den gestrigen Abendstunden in Rheinland-Pfalz mit einem Sieg der CDU, die sich überraschend klar gegen die SPD und Ministerpräsident Alexander Schweitzer durchsetzen konnte. Großer Gewinner des Abends war allerdings die AfD, die ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln konnte und nur knapp an der 20-Prozentmarke vorbeischrammte.

SPD-Machtverlust nach 35 Jahren

Es ist ein polit-tektonisches Beben, das die Rheinland-Pfälzer der Parteienlandschaft in ihrem Bundesland beschert haben. Zum Einen ist die Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP Geschichte, zum anderen wurden die Sozialdemokraten vom Wähler brutal abgestraft und verloren nach 35 Jahren den Ministerpräsidentensessel an die CDU, die mit einem Plus von 3,3 Prozentpunkten zwar nur wenig zulegen konnte, laut vorläufigem amtlichen Endergebnis mit einem Stimmenanteil von 31 Prozent aber als Sieger der Wahl hervorging.

Unzensuriert Radio-Empfehlung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Geschuldet einer SPD, die mit einem Verlust von 9,8 Prozentpunkten einen Totalabsturz verzeichnete und am Ende lediglich auf 25,9 Prozent der Stimmen kam. Ein Debakel, das laut letzten Umfragen in diesem Ausmaß nicht zu erwarten war. Der neue Ministerpräsident wird damit wohl Gordon Schnieder heißen, der als Spitzenkandidat der CDU ins Rennen ging.

AfD auch im Westen der Republik weiter im Vormarsch

Wie schon bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg und den Kommunalwahlen in Bayern, konnte die Alternative für Deutschland (AfD) auch in Rheinland-Pfalz erhebliche Stimmengewinne verzeichnen. Mit einem Zuwachs von 11,2 Prozentpunkten auf 19,5 Prozent konnte die Partei ihren Stimmanteil mehr als verdoppeln und wird als drittstärkste Kraft in den neuen Landtag einziehen. Lange hatte es danach ausgesehen, als könnte die Partei die 20-Prozent Marke knacken, am Ende dürfte es allerdings knapp nicht gereicht haben.

FDP und Freie Wähler nicht mehr im Landtag

Einen Absturz unter die Fünfprozent-Marke erlebten FDP mit 2,1 Prozent und Freie Wähler, die nur noch auf 4 Prozent der Stimmen kamen und damit den Wiedereinzug in den Landtag verpassten. Mit 7,9 Prozent der Stimmen (minus 1,7 Prozentpunkte) werden die Grünen weiterhin im Landtag vertreten sein. Anders Die Linke, die zwar Marginal zulegen konnte, mit 4,4 Prozent aber ein weiteres Mal an der Fünfprozent-Hürde scheiterte.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

23.

Mrz

08:56 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
WILLKOMMENSKULTUR? - Die große Reportage
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.