Susanne Fürst

Susanne Fürst (FPÖ) rügte den ukrainischen Botschafter: Seine Aufgabe wäre die diplomatische Vertretung, aber keinesfalls die politische Agitation oder die Kommentierung der österreichischen Innenpolitik.

12. März 2026 / 07:25 Uhr

„Auf Seite des Diebes“: Tritt ukrainischer Botschafter Gastfreundschaft mit Füßen?

Die außenpolitische Sprecherin der FPÖ, Susanne Fürst, fordert Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger auf, den ukrainischen Botschafter Wassyl Chymynez sofort ins Außenamt einzubestellen. Dieser unterstellte den Freiheitlichen im Zusammenhang mit dem Geldtransport-Stopp in Ungarn nicht nur der Lüge, sondern auch, dass sie „auf der Seite des Diebes“ stünden. 

Verdacht der Geldwäsche und Korruption

40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilo Goldbarren – das fanden ungarische Behörden – wie berichtet – am 5. März in zwei Panzerfahrzeugen, die von Österreich offenbar auf dem Weg in die Ukraine gewesen sind. Ungarn stoppte diesen mysteriösen Geld- und Goldtransport und verhaftete sieben Personen, darunter auch einen Ex-Politiker und Mitarbeiter der ukrainischen Staatsbank.

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Die beiden FPÖ-Generalsekretäre Christian Hafenecker und Michael Schnedlitz nahmen dies zum Anlass, unbequeme Fragen zu stellen. Sie verlangten Aufklärung und hegten den Verdacht, dass es sich hierbei um Geldwäsche und Korruption handeln könnte. 

“Auf der Seite des Diebes”

Diese Aussagen empörten den ukrainischen Botschafter Wassyl Chymynez derart, dass er auf dem Kurznachrichtendienst X ungewöhnlich scharf reagierte. Er schrieb am 8. März:

Der Geldtransport wurde im Rahmen internationaler Rechtsnormen organisiert. Dafür gibt es Belege. Jeder, wer die Lügen der ungarischen Staatsmacht verbreitet, steht auf der Seite des Diebes. Und dieser Dieb heißt der ungarische Staat. 

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Verhalten absolut inakzeptabel

Fürst sprach daraufhin von einer „Entgleisung“ des Botschafters, dessen Verhalten sei für einen Diplomaten absolut inakzeptabel. Sie nahm Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in die Pflicht: Eine Einbestellung sei alternativlos, „wir sind eine souveräne Republik und lassen uns sicher nicht von außen diktieren, welche Fragen wir stellten dürfen und welche nicht!“

Armin Wolf nahm Botschafter nicht ernst

Wassyl Chymynez fällt nicht zum ersten Mal aus der Rolle. Im Oktober 2023 warf er dem ORF-Korrespondenten Christian Wehrschütz vor, in seinen Berichten Tatsachen zu verschweigen, etwa das Wladimir Putin gegen die Ukraine einen genozidalen Krieg führe und in dessen Auftrag Ukrainer getötet, vergewaltigt, gefoltert und deportiert werden. 

„ZIB2“-Moderator Armin Wolf konterte damals den Vorwürfen Chymynez’. „Sie meinen ernsthaft, das würde vom ORF verschwiegen?“, fragte er und sagte weiter: „Bei allem Respekt, aber haben Sie gestern zum ersten Mal seit Februar 2022 den ORF eingeschaltet? Diese Kritik ist derart faktenbefreit und absurd, dass ich Sie damit schlicht nicht ernst nehmen kann“.

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