Stocker, Babler, Meinl-Reisinger

ÖVP-Kanzler Christian Stocker (m.), Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler sparen mit ihrer Regierungstruppe überall – außer bei sich selbst.

11. März 2026 / 13:52 Uhr

Spesen, Werbung, Luxus: Regierung gab zehn Millionen in drei Monaten aus

Die Verlierer-Ampel kostet weiterhin Unsummen: Die bekanntlich größte und damit auch teuerste Regierung aller Zeiten hat im letzten Quartal 2025 rund 9,7 Millionen Euro für Spesen, Werbung, Agenturaufträge und Repräsentationskosten ausgegeben.

Schumann bezahlt Agentur von Babler-Coaching

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hatte sich per parlamentarischer Anfragen bei den Ministerien erkundigt, jetzt liegen die Zahlen vor. Besonders auffällig sind die Budgets einzelner Ministerien. SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann verzeichnet die höchsten Verpflegungskosten: Insgesamt 64.458 Euro flossen in Buffets, Reisen und Bewirtung.

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Zudem setzte sie erneut auf die Agentur „bettertogether“, die bereits durch das teure Interviewcoaching von SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler bekannt geworden war. Im Außenministerium unter Neos-Ministerin Beate Meinl-Reisinger gab es für Werbung sogar fast 500.000 Euro – darunter ein Posten von 84,94 Euro für Mozartkugeln.

Teure Klimakonferenzen und Konsortium mit ORF-Stiftungsrat

ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig beauftragte Agenturen für 237.905 Euro, darunter ein Konsortium, dem ein ehemaliger ORF-Stiftungsratsvorsitzender angehört. Für die Klimakonferenz COP im brasilianischen Belém fielen zusätzlich 11.979,13 Euro für Übernachtungen in einem Zwei-Sterne-Hotel an.

Möbel, Neujahrskonzert und Fensterdichtungen

Auch kleinere Ausgaben stachen hervor: ÖVP-Kanzler Christian Stocker investierte 5.177 Euro in eine neue Sitzgruppe und Gegensprechanlage, Vizekanzler Babler nutzte 4.800 Euro für vier Tickets zum Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer leaste einen Skoda Superb für 984 Euro, und ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ließ die Fensterdichtungen im Ministerkabinett für 9.554 Euro erneuern.

Regierung spart nur bei Steuerzahlern

Viel Geld in Zeiten knapper Kassen – Schnedlitz kritisierte die Ausgaben scharf:

Die XXL-Verliererkoalition greift auch bei Spesen, Repräsentationskosten und Co. ohne Genierer kräftig zu. Fast zehn Millionen Euro in nur drei Monaten sind eine absolute Unverschämtheit. Diese Regierung spart nicht bei sich selbst, sondern schröpft nur die Steuerzahler.

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