Michale Schnedlitz, Christian Hafenecker

Die FPÖ-Generalsekretäre Michael Schnedlitz (links) und Christian Hafenecker fragen sich nach dem Geldtransport-Skandal, was der österreichische Staatsschutz eigentlich hauptberuflich mache.

10. März 2026 / 11:34 Uhr

Geldtransport-Stopp Höhepunkt des Transparenz-Skandals im Ukraine-Krieg

40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilo Goldbarren – das fanden ungarische Behörden in zwei Panzerfahrzeugen, die am 5. März von Österreich auf dem Weg in die Ukraine gewesen sind. Hier dränge sich der Verdacht des größten Transparenz-Skandals im Ukraine-Krieg auf, sagte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker heute, Dienstag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Michael Schnedlitz. 

Digitale Spuren vermeiden

Hafenecker stellte eine nahe liegende Frage: „Warum muss man so viel Geld physisch durch Europa karren?“ Wolle man damit digitale Spuren vermeiden und es unmöglich machen, das Geld nachverfolgen zu können?, fragte der FPÖ-Generalsekretär weiter. Ausgang des kuriosen Geldtransports sei die Raiffeisenbank International in Wien gewesen. Diese habe den Transport als „legalen Banknoten-Handel“ bezeichnet, so Hafenecker, wobei die Raiffeisenbank in diesem Zusammenhang mehrmals die Kommunikation verändert habe. 

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Schon eine Milliarde transportiert

Allerdings sei die Route bemerkenswert. Offenbar, vermutete Hafenecker, wäre das eine Umgehungsstrecke Richtung Serbien gewesen. Laut ungarischer Staatsanwaltschaft seien auf dieser Route schon mehrmals ähnliche Geldtransporte getätigt worden. Insgesamt sollen so seit Jänner 2025 900 Millionen US-Dollar, 400 Millionen Euro und 126 Kilo Gold auf dieser Strecke transportiert worden sein.

Verdacht auf Geldwäsche und Korruption

An welche Adresse sollte das Geld geliefert werden? Hafenecker nannte als eines der möglichen Szenarien, dass damit eine verdeckte Finanzierung für die Rüstungsindustrie durchgeführt werden sollte. Aber es bestehe auch der Verdacht auf Geldwäsche und Korruption. Sind öffentliche Gelder dabei, käme auch noch Untreue-Vorwurf dazu. 

Verlierer-Ampel machte keinen “Pieps” dazu

Österreich, betonte Hafenecker, sei kein unbeteiligter Zuseher, sondern Ausgangspunkt des Geld- und Goldtransports. „Aber die Regierung hat dazu keinen Pieps gegeben. War da auch österreichisches Steuergeld dabei?“, fragte sich der FPÖ-Generalsekretär, der in diesem Zusammenhang auch feststellte, dass es vonseiten der Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bis dato keine Antworten auf die parlamentarische Anfrage gebe, wie das Geld der österreichischen Steuerzahler in die Ukraine komme. Dafür gebe es keine Belege, stattdessen aber das hartnäckige Gerücht, dass das Geld in bar (etwa in Koffern) transportiert wird. 

“Es ist Korruption drin, wo Ukraine draufsteht”

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz legte offen, wer in der ukrainischen Regierung des Korruptionsverdachts bezichtigt wird. Einer der sieben festgenommenen Personen der Geldtransporte durch Ungarn soll ein Ex-Politiker gewesen sein, ein anderer ein Geheimdienst-Mitarbeiter. „Es ist Korruption drin, wo Ukraine draufsteht“, fasste Schnedlitz die insgesamt 1.555 Anzeigen in der Ukraine zu diesem Delikt zusammen. Er forderte einen sofortigen Stopp aller Gelder, die von Österreich in die Ukraine fließen.

Die ganze Pressekonferenz sehen Sie via YouTube auf FPÖ TV:

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