Seit einer Woche führen Israel und die Vereinigten Staaten einen Angriffskrieg gegen den Iran. Seither steigen die ohnehin schon hohen Energiepreise.
Schwäche Brüssels offensichtlich
Nachdem sich die Lage an der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Rohöl, deutlich verschärft hat und Reedereien erste Transporte aus Sicherheitsgründen aussetzen, wird die Schwäche der Europäischen Kommission deutlich sichtbar.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenDenn unterschiedlicher können die Reaktionen der großen Wirtschaftsräume USA und Europäische Union nicht sein.
Washington setzt auf mehr Öl am Markt
Die Vereinigten Staaten reagieren schnell mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen. In Washington wird derzeit geprüft, ob Sanktionen gegen russische Öllieferungen teilweise gelockert werden könnten. Ziel wäre es, zusätzliches Angebot auf den Weltmarkt zu bringen und damit den Preisdruck zu reduzieren.
Nach Angaben aus dem US-Finanzministerium befinden sich große Mengen bereits verladenen russischen Rohöls auf Tankern, die wegen der Sanktionen bislang nicht frei gehandelt werden können. Eine begrenzte Ausnahmegenehmigung für indische Raffinerien wurde bereits erteilt.
Brüssel bereitet sich auf Krisenfall vor
In der Europäischen Union liegt der Schwerpunkt dagegen beim Reden. Die EU-Kommission kündigte nach einer Sondersitzung in Brüssel die Einrichtung eines Energie-Krisenstabs an. Dieses Gremium soll mögliche Maßnahmen gegen stark steigende Öl- und Gaspreise vorbereiten und die Versorgungslage in den Mitgliedstaaten beobachten.
Der Krisenstab wird insbesondere Risiken für Transportwege analysieren, darunter auch die Situation in der Straße von Hormus und im Roten Meer. Zudem plant die Kommission eine engere Abstimmung mit Reedereien, Fluggesellschaften und nationalen Behörden.
Lahmer Gaul Brüssel
Während die Vereinigten Staaten bereits konkrete Schritte setzen, reagiert die Europäische Union zögerlich.
In Washington werden zusätzliche Ölmengen am Weltmarkt angestoßen und sogar die Lockerung von Sanktionen angekündigt, um Preissteigerungen zu bremsen. Brüssel hingegen begnügt sich vorerst damit, einen Krisenstab einzusetzen und weitere Gespräche zu führen.
