Mette Frederiksen

Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen plant weitere Verschärfungen der Migrationspolitik – und stößt damit auf breiten Konsens im Parlament.

5. März 2026 / 17:07 Uhr

Weitere Verschärfungen: Kriminelle Ausländer werden trotz Familie abgeschoben

Wie auch Sozialdemokraten eine erfolgreiche Migrationspolitik betreiben können, zeigt das Beispiel Dänemarks: Premierministerin Mette Frederiksen setzt konsequent auf einen harten Kurs und kündigt umfassende Verschärfungen an. Jetzt geht es kriminellen Ausländern an den Kragen.

Zwangsweise Abschiebung nach einem Jahr Haft

Die Reform sieht vor, dass ausländische Straftäter ab einer Haftstrafe von einem Jahr zwangsweise abgeschoben werden können, selbst wenn Ehepartner oder Kinder in Dänemark leben. Frederiksen hatte in öffentlichen Auftritten betont: „Ihr sollt nicht hier sein“, um illegale Migranten direkt anzusprechen. Das Gesetz soll noch vor dem Sommer in Kraft treten.

Unzensuriert Radio-Empfehlung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Souveränität statt EU-Vorgaben

Die Reform stößt auf potenzielle Konflikte mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), der bekanntlich mehrfach die Rechte krimineller Migranten gestärkt hatte. Insbesondere das Familienrecht könnte betroffen sein, da Abschiebungen trotz bestehender Bindungen Familien auseinanderreißen würden. Doch in Kopenhagen stört man sich wenig an der asylantenfreundlichen Linie des EuGH und will weiter nationale Souveränität über europäische Vorgaben stellen.

Harter Asyl-Kurs in Europa: Dänemark geht voran

Dänemark sucht aktiv Unterstützung bei Italien und 25 weiteren EU-Staaten, um mehr Spielraum für Abschiebungen zu schaffen. Gemeinsam fordern sie eine Reform der Menschenrechtskonvention (EKMR). Diese Koalition könnte Druck auf Brüssel ausüben und sogar zu einer Lockerung der Dublin-Regeln führen.

Linke unterstützen Frederiksen-Kurs

Im dänischen Parlament genießt die Reform breite Mehrheit: Neben der Regierungspartei unterstützen sogar Teile der linken Socialistisk Folkeparti (SF) die Pläne. Trotz interner Debatten über Menschenrechte scheint der Konsens stark. Die Umsetzung könnte jedoch durch EGMR-Klagen verzögert werden, wie bei früheren Abschiebefällen.

Weitere Verschärfungen geplant

Neben der Abschiebereform plant Dänemark weitere Hürden: Verschärfte Asylverfahren, strengere Regeln für den Familiennachzug, erleichterte Entzüge der Staatsbürgerschaft und Einschränkungen der Arbeitszuwanderung. Ziel ist die grundlegende Minimierung der Migration. Die rechte Dansk Folkeparti (DF) geht weiter und fordert die Remigration bestimmter Migrantengruppen aus nicht-westlichen Kulturen. 

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

15.

Mrz

06:00 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Diese Woche war nur schwer erträglich: In Verlierer-Ampel und ORF brennen die Sicherungen durch!
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.