Viktor Orbán

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán stimmt nicht in die Kriegseuphorie ein – was in Kiew gar nicht gut ankommt.

14. Feber 2026 / 14:09 Uhr

Bizarre Hetze gegen Budapest: Ukraine-Offizier droht Ungarn mit Militärschlag

Ein ukrainischer Major hat in einem Video mit einem schnellen Militärschlag gegen Ungarn gedroht – eine direkte Provokation gegenüber Budapest. Die Aussagen von Jewhen Karas fallen in eine Phase erhöhter Spannungen zwischen Kiew und Budapest. Auch in Österreich verurteilen prominente uStimmen die Verbalattacken.

Ukrainische Brigade in Ungarn

Karas, Major der ukrainischen Streitkräfte und ehemaliger Anführer der faschistischen Gruppe C14 – eine für ihre gewalttätigen Aktionen bekannte Organisation –, prahlte in einem kürzlich verbreiteten Video, eine ukrainische Brigade könne “in zwei Minuten” in Ungarn eintreffen. Die Drohung richte sich gegen Ministerpräsident Viktor Orbán, den er als Provokateur und “KGB-Agent” diffamierte. Das Video wurde von Orbáns Berater Balázs Orbán auf X geteilt und löste sofortige Reaktionen aus.

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Ukraine-Major war von Selenskyj ausgezeichnet worden

Ungarns Staatskanzleichef Gergely Gulyás sprach von einer “militärischen Drohung aus Kiew”, die eine “neue Dimension” erreiche. Er betonte, Karas sei von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj für Kriegseinsätze ausgezeichnet worden, was auf offizielle Billigung hindeute. Gulyás forderte, die Warnung ernst zu nehmen, obwohl ein Angriff auf den EU- und Nato-Mitgliedstaat als unwahrscheinlich gilt; eine Nato-Konsultation sei nicht erfolgt.

Orbán liest Ukraine die Leviten

Die Vorfälle eskalieren vor der ungarischen Parlamentswahl am 12. April 2026, bei der Orbáns Fidesz-Partei antritt. Orbán hatte die Ukraine kürzlich als “Feind Ungarns” bezeichnet, da sie Ungarn von russischer Energie fernhalten wolle. Budapest sieht dies als Einmischung eines Nicht-EU- und Nicht-Nato-Landes in seine Innenpolitik.

FPÖ entsetzt über Drohungen

Unterstützung für Ungarn kam von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker: Er könne die Empörung des ungarischen Kanzleramtsministers Gulyás voll und ganz nachvollziehen, ließ er mitteilen:

Vor dem Konterfei des ehemaligen Faschistenführers Stepan Bandera drohte dieser Ex-Anführer einer Neonazi-Truppe, Karas, in Ungarn mit einer Brigade einzumarschieren.

Verstörende “Fake News” aus Ukraine gegen Ungarn

Zudem hatte der Vize-Vorsitzende der Staatlichen Fernseh- und Rundfunkkommission der Ukraine, Bohdan Cervak, völlig faktenfrei behauptet, dass Ungarn die Ukraine “vernichten” wolle und es dafür unweigerlich Vergeltung geben werde. Ein Skandal, wie Hafenecker betonte – denn:

Eine Distanzierung von offiziellen Stellen der Ukraine ist bis dato nicht bekannt. Insgesamt zeigt dieser Skandal wieder einmal, wie die korruptionsgebeutelte Selenskyj-Regierung tickt, die von den Systemparteien mit Milliarden österreichischen Steuergelds auch noch unterstützt wird!

FPÖ weiter für Ende der Geldgeschenke

Er erneuerte die Forderung der FPÖ, Geldgeschenke an die Ukraine sofort einzustellen: Niemand habe “die Österreicher gefragt, ob sie der Kriegspartei Ukraine Milliarden ihres hart erarbeiteten Steuergelds überhaupt schenken und über die zynische Friedensfazilität sogar neutralitätswidrig Waffen mitfinanzieren wollen, während sie selbst unter der massiven Teuerung leiden”, stellte Hafenecker klar. Er bekräftigte die Forderung von FPÖ-Chef Herbert Kickl nach einer Volksabstimmung, bei der unter anderem auch über die Ukraine-Zahlungen im Rahmen eines “Tags des Volkes” abgestimmt werden soll.

Warum schweigt Meinl-Reisinger?

Auch an der Verlierer-Ampel hat der blaue Generalsekretär Kritik: Das Schweigen von Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete er als “entlarvend”:

Sonst meldet sie sich immer bei jeder auch noch so unpassenden Gelegenheit zu Wort und redet groß von der Sicherheit Europas – wenn aber ein befreundetes Nachbarland verbal bedroht wird, dann schweigt sie, vor allem, wenn es sich auch noch um ein aus ihrer Sicht unliebsames, patriotisch regiertes Nachbarland handelt. Das sagt sehr viel über sie und den Rest dieser Verlierer-Ampel aus.

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