Ein neuer Skandal erschüttert die EU: Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) hat am gestrigen Donnerstag Büros der Kommission in Brüssel durchsucht. Im Fokus steht der Verkauf von 23 Gebäuden an den belgischen Staatsfonds SFPIM im Jahr 2024 für rund 900 Millionen Euro.
Ermittlungen laufen, Brüssel schweigt sich aus
Die EU-Kommission hatte die Immobilien im Brüsseler Europaviertel verkauft, um ihre Büroflächen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren und den Stadtteil attraktiver zu gestalten. Das Verfahren lief zweistufig und entsprach laut Kommission den EU-Finanzvorschriften. Im Februar 2026 wurden dann jedoch Unregelmäßigkeiten bekannt; die EPPO sammelt Beweise zu möglichen Verstößen. Die Kommission bestätigte die Untersuchung, nannte aber keine Details; eine Anklage liegt nicht vor. Die EPPO bestätigte Durchsuchungen, schwieg zu Einzelheiten. Belgischer SFPIM, Brüsseler Staatsanwaltschaft und Polizei äußern sich nicht.
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Weitere InformationenDoppelte Standards der EU
Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen Parlament, sprach von einem “handfesten Skandal”. Die Kommission inszeniere sich stets als moralische Instanz und kenne bei anderen keinerlei Nachsicht – und stehe nun selbst unter Verdacht. Wer permanent Transparenz und Rechtsstaatlichkeit einfordere, müsse sich an den höchsten Maßstäben messen lassen – “ohne Ausreden und ohne doppelten Standard”. Er forderte von Brüssel Transparenz:
Es braucht eine schonungslose und restlose Aufklärung ohne politische Einflussnahme. Die Bevölkerung hat ein Recht auf vollständige Transparenz und auf einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Steuergeld. Wir fordern den Rücktritt von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schon seit Längerem, und angesichts der aktuellen Entwicklungen ist dieser Schritt endgültig überfällig.
