Der Unzensuriert-Artikel unter dem Titel „ORF-Wetterfrosch will schon wieder 1.000 Euro für Beleidigung“ hat für österreichweite Empörung gesorgt. Sogar der Falter erklärte sich nun mit dem 72-jährigen Pensionisten solidarisch, von dem Marcus Wadsak Geld haben will.
“Überhitzter Feldzug eines ORF-Wetterfrosches”
In einem Kommentar von Falter-Chefredakteur Florian Klenk schreibt dieser über einen „überhitzten Feldzug eines ORF-Wetterfrosches gegen einen Pensionisten“. Einige Prominente und ihre Anwälte hätten ein neues Geschäftsfeld entdeckt – sie würden neuerdings Pensionisten und Hausfrauen vor Gericht zerren, oder sie würden ihnen zumindest drohen, um ihnen Geld abzupressen, „weil die kleinen Leute gegenüber der Obrigkeit einen harmlos spöttischen Kommentar hinterlassen, ein Like setzen oder einen Retweet teilen. Das gefällt den Oberen nicht“.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenWadsak als “Klimapanikmacher” bezeichnet
Auch ORF-Wettermann Wadsak hat es nicht gefallen, als der 72-jährige Mann aus Wien-Floridsdorf, Gerhard E., in einem Kommentar folgenden Satz geschrieben hatte:
Wadsak ist ein bekannter Klimapanikmacher, der nur völlig realitätsfremde Theorien verbreitet – typisch für den ORF, den Sender des betreuten Denkens.
1.000 Euro gefordert
Schon flatterte ein Anwaltsbrief ins Haus. Und weil er sich einen Prozess nicht leisten konnte, nahm er das „Angebot“ der Rechtsvertreterin Wadsaks an, 500 Euro Entschädigung sowie pauschal 500 Euro für das Einschreiten der Anwältin zu bezahlen. Darauf replizierte Klenk im Falter:
Vielleicht nimmt ja ein ORF-Oberer den Dreifachjournalistendesjahres zur Seite und redet ihm ins Gewissen. Anstatt den Rentner zu klagen, könnte er ihn einfach mal zu sich einladen und mit ihm streiten. Öffentlich. Das wäre wahre Größe.
Wadsak könnte Größe zeigen
Diese Aufforderung kommt leider zu spät. Gerhard E. sagte gegenüber unzensuriert, dass er die erste der insgesamt fünf Raten, je 200 Euro, bereits an die Anwaltskanzlei überwiesen habe. Der gekränkte Wadsak könnte diese Ratenzahlung also nur noch stoppen, oder dem Mann das Geld wieder zurückzahlen, was dann wirklich wahre Größe wäre.
