In Rostock bekommt eine linke Politikerin trotz Haushaltssperre einen Job von ihrer Genossin. Kritik kommt von CDU und AfD.

12. Feber 2026 / 14:29 Uhr

Linke helfen Linken: Umstrittener Versorgungs-Job für Flaggen-Schänderin Brüdgam

Anfang Dezember 2025 sorgte die linke Gleichstellungsbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern, Wenke Brüdgam, für einen deutschlandweiten Skandal, als sie Deutschland-Flaggen von Häusern abriss, weil sie damit angeblich ein Zeichen gegen irgendwelche “Rechtspopulisten” setzen wollte. Infolge dieses Verhaltens trat sie dann von ihrem Amt zurück.

Für Rostock gilt Haushaltssperre

Nun berichten der NDR und die SZ hocherfreut, dass Brüdgam einen neuen Job hat. Die Flaggen-Schänderin arbeitet nun bei der Bürgermeisterin von Rostock, Eva-Maria Kröger (ebenfalls Linkspartei). Dort wirkt sie als “Koordinatorin für das Ehrenamt” und soll hauptsächlich nationale und internationale Sportereignisse in Rostock organisieren. Dass eine linke Genossin einer anderen linken Genossen einen gut betuchten Posten verschafft, ist an sich weder ungewöhnlich noch überraschend.

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“Loyalität wertvoller als Kompetenz”

Aber der neue Posten für Brüdgam sorgt für Unmut, weil in der Stadt Rostock eine Haushaltssperre gilt. Das heißt, es werden Leistungen eingefroren und Investitionen ausgesetzt. Die Fraktionsvorsitzende der CDU in der Rostocker Bürgerschaft, Chris Günther, kritisierte im städtischen Parlament, “dass wegen der Haushaltssperre kein einziger zusätzlicher Euro” ausgegeben werden könne, das Rathaus aber “plötzlich eine maßgeschneiderte Stelle aus dem Hut zaubert”. Das erwecke “den Eindruck eines Selbstbedienungsladens, in dem Loyalität offenbar wertvoller ist als Kompetenz oder Haushaltsdisziplin”.

“Bedenkliche Versorgungsmentalität” bei Linkspartei

Auch der Chef der AfD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Kramer, kritisierte die Neuanstellung der Linkspartei-Politikerin scharf. Innerhalb der Linkspartei gebe es “eine bedenkliche Versorgungsmentalität”. Wer sich wie Brüdgam verhalte, “darf nicht wenige Wochen später den Eindruck gewinnen, politisch werde er einfach aufgefangen, und zwar ausgerechnet in einer Stadt, die sich gleichzeitig in vielen anderen Bereichen auf finanzielle Zwangslagen beruft”.

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