Es gibt in der Politik nichts, was es nicht gibt. Zumindest in der Verlierer-Ampel, die ständig für Staunen sorgt. Jetzt plötzlich kommt ÖVP-Kanzler Christian Stocker drauf, dass es sinnvoll wäre, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Gesprächsbasis zu finden.
“Gesprächskanäle finden”
Gegenüber Putin sei es wichtig, “Gesprächskanäle zu finden”. Wenn Europa bei der Beendigung des Krieges eine Rolle spielen wolle, “müssen wir mit Putin reden“, posaunte Stocker bei einem Pressegespräch am Mittwochabend in Brüssel hinaus.
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Weitere InformationenAls “Putin-Versteher” diffamiert
Wer das bisher gefordert hatte, etwa FPÖ-Chef Herbert Kickl, wurde sofort als „Putin-Versteher“ oder „Russland-Freund“ diffamiert. Trifft das nun auch auf den ÖVP-Kanzler zu? Bisher galt es in der ÖVP und in der Regierung insgesamt als sakrosankt, nur ja keinen Kontakt mit Russland – und schon gar nicht mit Putin – zu pflegen. Spät, aber doch kommt nun anscheinend die Einsicht, dass es gar nicht so falsch war, was Kickl schon immer gepredigt hat.Â
Schaden bereits angerichtet
Allerdings wurde von der derzeitigen Bundesregierung bereits ein beträchtlicher Schaden angerichtet – und es wird schwierig, im Kreml Vertrauen zu finden. Denn zum einen hat die neutralitätsfremde Politik der Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die deshalb im Volksmund gerne „Nato-Beate“ genannt wird, nicht dazu beigetragen, mit Russland eine Gesprächsbasis aufrechtzuerhalten, zum anderen belastet die sinnlose Sanktionspolitik gegenüber Russland die Beziehungen.Â
