Zur Tradition der linken, „woken“ Hollywood-Schickeria gehört es, Preisverleihungen als Bühne für politische Stellungnahmen zu nutzen, fast immer gegen alles, was als “rechts” gilt.
Abrechnung mit Doppelmoral
Der britische Komiker Ricky Gervais machte sich 2020 darüber mit einer vielbeachteten Rede bei der Golden Globe-Verleihung lustig: Die Preisträger sollten die Verleihung „nicht zu einer Plattform für eine politisch Rede“ machen, denn sie seien „nicht in der Position das Publikum über irgendwas zu belehren“, denn die meisten Preisträger hätten „weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg“.
Gervais prangerte in seiner Rede die Verlogenheit der “woken” Promis an: „Wenn ISIS ein Streaming Service beginnen würde, würdet Ihr sofort Euren Agenten anrufen“, sprich die „woke Agenda“ sei auch eine Frage des Geldes.
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Weitere InformationenDer Grammy-Abend als politische Bühne
Bei der diesjährigen Grammy-Verleihung hielt sich die Sängerin Billie Eilish nicht an Gervais’ Empfehlung.
Sie meinte mit Blick auf die Abschiebepraxis von illegalen Einwanderern in den USA: „Keiner ist illegal auf gestohlenem Land“ – und unterstellte damit den nicht-Ureinwohnern Amerikas, das Land gestohlen zu haben.
Antwort der Ureinwohner von Los Angeles
Die Aussage nahm der Indianerstamm Gabrielino-Tongva, der ursprünglich um Los Angelos siedelte, zum Anlass zu erklären: Eilishs neues, drei Millionen Dollar teures Luxusanwesen stünde auf „angestammtem Land“ des Stammes.
Man hätte sich gewundert, warum Eilish nicht den Indianerstamm, der Anspruch auf ihr Land (und das Los-Angeles-Becken) reklamiert, kontaktiert hätte. Man hätte sich erwartet, dass Eilish von sich aus Kontakt bezüglich Rückgabe des Landes an den Stamm aufnimmt.
Doppelmoral-Vorwurf
Gleich nach der Ansprache von Billie Eilish haben mehrere Kritiker gefordert, dass sie ihr Land den „ursprünglichen Eigentümern“, also dem Indianerstamm, zurückgeben sollte.
Ein weiterer Kommentar sorgte für Spott: Ein selbsternannter „Wohnungsloser“ kündigte an, er werde nun Eilishs Haus beziehen, da Wohnen auf „gestohlenem Land“ ja nicht illegal sein könne. Ob es bei der Ankündigung blieb, ist unklar.
