50 mal hat er ihn gefragt, 50 mal hat er „nein“ gesagt. Dabei geht es nicht um einen Heiratsantrag einer gleichgeschlechtlichen Ehe, sondern um die Einladung der „ZIB2“-Redaktion an FPÖ-Parteichef Herbert Kickl ins ORF-Studio.
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Reichweitenstarke Parteimedien
„ZIB2“-Moderator Armin Wolf hat diese Bildschirm-Abstinenz von Kickl in seinem Blog thematisiert. Die FPÖ, schrieb er, habe reichweitenstarke Parteimedien und verweigere unsere Einladungen nahezu immer. Herbert Kickl habe in den letzten Jahren mehr als 50 „ZIB2“-Anfragen abgelehnt.
Wolf-Abstinenz schadet Kickl nicht
Geschadet hat Kickl dieser „ORF-Boykott“ nicht – im Gegenteil sogar: Seit der FPÖ-Chef die wichtigste Nachrichtensendung im Staatsfernsehen meidet wie der Teufel das Weihwasser steigen seine Umfragewerte in Höhen, von denen selbst ein Jörg Haider nur träumen konnte.
Kickl ist anders als die anderen Parteichefs
Kickl sei eben kein Politiker wie etwa Kanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) oder Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos), die „offenbar sofort auf Abruf ins ORF-Studio tingeln, um von dort aus die Menschen mit den immer gleichen leeren Ankündigungen zu verhöhnen“, reagierte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker auf das Fernbleiben seines Chefs in der „ZIB2“. Vielmehr würde sich Kickl nur dann zu Wort melden, wenn er „etwas wirklich Wichtiges zu sagen hat“.
ORF packte Nazi-Keule aus
Hafenecker durchbrach am 15. Jänner den blauen Absage-Reigen in der „ZIB2“ – und erlebte, dass einmal mehr die Nazi-Keule ausgepackt wurde. Ursprünglich wurde er wegen des Pilnacek-U-Ausschusses und des politischen Jahres 2025 der Freiheitlichen ins Studio gelockt.
Ex-Grünen-Chefin in den Fängen des DÖW
Wäre Kickl aktuell Gast bei Armin Wolf, würde er ihn wohl mit dem „Rechtsextremismusbericht“ des umstrittenen „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands“ (DÖW) quälen. Der linke Verein, der laut Gericht als „pseudowissenschaftliches Institut“ genannt werden darf, hat – wie berichtet – wieder einige Schmankerl parat.
In seinen Fängen hat das DÖW diesmal sogar Ex-Grünen-Chefin Madeleine Petrovic. Sie stellte gestern, Samstag, bei einer Veranstaltung in Bad Vöslau im Bezirk Baden in Niederösterreich fest, das Kunststück geschafft zu haben, im Bericht des DÖW als extreme Linke und extreme Rechte genannt zu werden.
Nun kann sich jeder die Frage selbst beantworten, ob es sinnvoll ist, dass der FPÖ-Parteichef für solche Themen seine Zeit im ORF-Studio vergeuden sollte.


