In der BRD-Hauptstadt gibt es ab 30. Januar massive Änderungen bei den Zeugnissen. Die Grundschulkinder, die erst ab der dritten oder vierten Klasse benotet werden, erhalten keine Unterzensuren mehr in Deutsch.
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Lehrern soll Arbeit erleichtert werden
Es wird lediglich eine Gesamtnote eingetragen. Bisher wurden “Sprechen und Zuhören”, “Schreiben – Texte verfassen”, “Schreiben – Rechtschreiben”, “Sprachwissen – Sprachbewusstheit” und “Lesen – Mit Texten und Medien umgehen” einzeln bewertet. Daraus ergab sich dann die Gesamtnote für Deutsch. Auf Anweisung der Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), die rein zufällig auch die Lebensgefährtin des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) ist, fällt dies nun weg. Übrig bleibt lediglich “Deutsch”.
Eine Sprecherin von Günther-Wünsch teilte dem Tagesspiegel mit, man wolle “die Leistungsbewertung auf dem Zeugnis stärker bündeln und klarer von der differenzierten, lernprozeßbegleitenden Rückmeldung trennen”. Am Rahmenlehrplan werde sich angeblich nichts verändern. Beim Streichen der Teilnoten scheint aber auch ein anderer Grund eine Rolle gespielt zu haben. Den Lehrern soll angeblich die Arbeit bei der Zeugniserstellung erleichtert werden. Die Erstellung der Unternoten sei sehr bürokratisch und zeitraubend, heißt es. Das klingt nach reiner Symbolpolitik, um die Lehrer als Wähler zu gewinnen. Eine viel größere Erleichterung für die Lehrer wäre es, wenn die Politik endlich etwas gegen die Migrantengewalt an Berliner Schulen unternehmen würde. Ein Problem, über das Medien wie Welt und rbb berichten, aber für das sich Wegner und seine Liebste anscheinend nicht allzu sehr interessieren.
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Eltern dürfen über Noten abstimmen
Stattdessen sollen nun Lehrer durch weniger Noten entlastet werden. Ein klassischer Fall von Berliner Hauptstadt-Irrsinn. Ohnehin ist Berlin ein ziemlicher Sonderfall. Das Berliner Grundschulwesen weist beispielsweise eine weitere Besonderheit auf: Zu Beginn der dritten Klasse können Eltern abstimmen, ob ihre Kinder mit diesem Schuljahr Zensuren erhalten sollen oder erst ab der vierten Klasse. Entscheiden sich die Eltern dagegen, bekommen die Kinder in der dritten Klasse weiterhin ein Zeugnis, auf dem mit Kreissymbolen einzelne Kompetenzfelder bewertet werden. In Berlin geht die Grundschule bis zur sechsten Klasse. Erst danach steht der Wechsel auf die Sekundarschule oder das Gymnasium an.




