Eine Aussage von Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Jahr 2017 sorgt noch heute für Riesenwirbel – sogar weltweit! Denn acht Jahre später attackieren US-Politiker das Staatsoberhaupt dafür, dass er die Österreicher aufgefordert hatte, aus Solidarität mit den Moslems ebenfalls Kopftücher zu tragen.
Bundespräsident gesteht Fehler ein
Konkret sagte er in der ORF-Sendung „Report“:
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Weitere InformationenEs ist das Recht der Frau, sich zu kleiden, wie auch immer sie möchte, das ist meine Meinung dazu. Im Übrigen nicht nur die muslimische Frau, jede Frau kann ein Kopftuch tragen. Und wenn das so weitergeht, bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.
Der Bundespräsident ruderte damals, nachdem seine Worte für großen innenpolitischen Wirbel gesorgt hatten, umgehend zurück und bekannte öffentlich ein, dass seine Aussage „ein Fehler“ gewesen sei.
VdB Verantwortungslosigkeit vorgeworfen
Offenbar blieb diese Aussagen, die Van der Bellen machte, als er gerade einmal 100 Tage im Amt war, Politikern in aller Welt in schlechter Erinnerung. Denn plötzlich ist Österreichs Staatsoberhaupt deshalb in den USA Thema. Der US-Kongressabgeordnete Andy Ogles von den Republikanern schrieb gestern, Freitag, auf dem Kurznachrichtendienst X:
Du kannst diesen Hidschab nehmen und ihn Dir in Deinen liberalen, sozialistischen Hintern schieben!
Zuvor hatte sich bereits der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, kritisch geäußert und Van der Bellen „Verantwortungslosigkeit“ vorgeworfen. Auf APA-Anfrage gab es von der Präsidentschaftskanzlei keine Stellungnahme zu dieser Kritik.
