Die Show-Politik der ÖVP und SPÖ geht auch zu Weihnachten unverdrossen weiter – anders ist es nicht zu erklären, warum ÖVP-Kanzler Christian Stocker mit SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig über den Wiener Christkindlmarkt spaziert und Ex-ÖVP-Kanzler Karl Nehammer auf dem Kurznachrichtendienst X seine Männerfreundschaft mit SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke öffentlich macht.
POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung
Konflikte werden weggelächelt
Die Bilder sollen wohl vermitteln, dass die Verlierer-Ampel trotz Streitigkeiten und Umfrage-Desaster auch 2026 halten wird. Komme, was wolle! So hat Ludwig, der jetzt – gerade nicht Händchen haltend – mit Stocker über den Rathausplatz spazierte, erst vor wenigen Tagen die ÖVP für deren Social Media Posting über Moslems scharf kritisiert und in Richtung des Koalitionspartners gemeint:
Verantwortungsvolle Politik darf Menschen nicht unter Generalverdacht stellen. Wer bewusst Konflikte schürt, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schwächt das Vertrauen in unsere Demokratie.
Vom Schuldenkanzler zum Bankdirektor
POLITISCHE ANZEIGE der FREIHEITLICHEN PARTEI. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung
Rot und Schwarz sind zwar nicht eins, aber wenn sie sich weiter die Republik aufteilen können und ihre Funktionäre davon profitieren, ist der Blick über die ideologischen Grenzen der beiden Parteien wenig getrübt. Man hilft sich gegenseitig. So hatte SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer den erfolglosen Ex-ÖVP-Kanzler Nehammer für den Vizepräsidenten-Posten der Europäischen Investitionsbank (EIB) nominiert. Dank schwarz-rotem Postenschacher wurde aus dem Schuldenkanzler ein Bankdirektor, der mit satten 31.536 Euro um 7.696 Euro besser belohnt wird, als der Bundeskanzler.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenNehammer als Solotänzer in der Wiener Staatsoper
Rosemarie Schwaiger, freie Journalistin und Autorin, hat in der Presse-Glosse „Quergeschrieben“ zu dem Postenschacher, den niemand so gut wie die Volkspartei beherrsche, eine Analyse abgegeben. Und sie brachte es mit einem Satz auf den Punkt:
Für einen Job bei der EIB ist Nehammer ungefähr gleich gut qualifiziert wie für einen Auftritt im Ballett der Wiener Staatsoper.
Genauso gut wie Bankdirektor hätte Nehammer auch Solotänzer im Ballett der Staatsoper werden können. Ähnliche Analysen treffen wohl auch auf Martin Kocher zu, der als gescheiterter ÖVP-Wirtschafts- und Arbeitsminister nun den Posten des Gouverneurs der Österreichischen Nationalbank bekleidet, oder Ex-Finanzminister Magnus Brunner, der als ÖVP-Finanzminister für die Budget-Krise mitverantwortlich zeichnet und sich nun die Brötchen ausgerechnet als EU-Kommissar für Migration verdient.
Polit-Pensionist bekam begehrtesten Nebenjob Österreichs
Im Reigen derer, die sich im Pakt der Verlierer-Ampel ins Fäustchen lachen, befindet sich auch Ex-ÖVP-EU-Kommissar Johannes Hahn. Der Polit-Pensionist bekam den begehrtesten Nebenjob Österreichs: Er erbte von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer (ÖVP) den Posten als Generalratspräsident in der Österreichischen Nationalbank mit einem Jahres-Salär von 88.000 Euro.
Im Dunstkreis von ÖVP und SPÖ wird abkassiert
Im Dunstkreis von ÖVP und SPÖ kassieren Wirtschaftskammer- und Arbeiterkammer-Funktionäre weiter schamlos ab, stecken Manager von staatsnahen Betrieben unverschämte Summen ein, kassieren Ex-Politiker wie SPÖ-Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer oder SPÖ-Ex-Kanzler Werner Faymann (wie berichtet, gleich doppelt) Luxuspensionen.
All das wäre unter einem Volkskanzler Herbert Kickl von der FPÖ nicht möglich gewesen. Das wissen Stocker, Ludwig, Nehammer und Hanke, die zu Weihnachten so tun, als wären sie die besten Freunde. Wenn es um Postenschacher geht, passt zwischen sie tatsächlich kein Blatt Papier.





