Paraguay Senatoren und Rosenkranz, Graf

Am Balkon des Nationalratspräsidenten – von links: Rubén Velázquez, Walter Rosenkranz, Sergio Rojas, José Oviedo und Martin Graf.

18. Dezember 2025 / 08:08 Uhr

„In Paraguay kennt man Verbot von Parteien, in Europa ist das relativ neu“

Drei Senatoren aus Paraguay schauten sich die Politik in Wien und Österreich an – „um zu lernen“, wie sie sagten. Dabei gab es aber auch die Gelegenheit über das diskutierte Handelsabkommen zwischen der EU und MERCOSUR zu sprechen. 

Gespräche mit Nationalratspräsidenten und Landtagspräsidenten

Die Senatoren Sergio Rojas (Authentische Radikal-Liberale Partei, PLRA), Rubén Velázquez und José Oviedo (beide von der Partei Nationales Demokratisches Gewissen, Yo Creo) waren auf Einladung des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Martin Graf, der auch Mitglied der parlamentarischen Freundschaftsgruppe Südamerika ist, nach Wien gekommen. Graf organisierte für die  Senatoren gestern, Mittwoch, Gespräche beim Zweiten Landtagspräsidenten von Wien, Anton Mahdalik, und bei Nationalrats-Präsident Walter Rosenkranz im Parlament. Zum Abschluss gab es noch einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz. 

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Die Paraguay-Delegation zu Besuch beim Zweiten Wiener Landtagspräsidenten, Anton Mahdalik (3. von rechts).

Besichtigung des historischen Sitzungssaales im Parlament.

Von Österreich lernen

„Es gebe viel von Österreich zu lernen“, sagten die Senatoren beim Treffen mit Mahdalik, wo sie Interesse an Datenschutz-Verordnungen und – selbst in Opposition – am Umgang mit Oppositionspoitikern in Europa zeigten. In Kenntnis um das diskutierte AfD-Verbot, der von der EU annullierten Wahl in Rumänien und den Vorkommnissen rund um Le Pen in Frankreich bemerkten sie, dass man in Paraguay das Verbot von Oppositionsparteien kenne, dies in Europa aber relativ neu sei. 

Rosenkranz beeindruckte mit Musik-Wissen

Beim Empfang des Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz waren die Senatoren positiv überrascht, dass dieser den paraguayischen Gitarristen und Komponisten Agustín Barrios Mangoré kannte. Nicht nur das: Rosenkranz, selbst ein begnadeter Musiker auf der klassischen Gitarre, holte sogar Noten-Blätter mit Kompositionen des Künstlers hervor. „Wir sind begeistert, dass Sie unsere Musiker kennen“, sagte Sergio Rojas offenbar tief beeindruckt. 

MERCOSUR funktioniert nicht

Interessant war auch, was die Senatoren über MERCOSUR, einem Wirtschaftsraum in Südamerika, in dem Paraguay, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Uruguay und Venezuela Mitglieder sind, gesagt haben. Die EU möchte ja mit MERCOSUR ein Handelsabkommen schließen. Aussage der Senatoren: „Wir stehen dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings sind unsere Landwirte dagegen. Und leider funktioniert das Handelsabkommen nicht einmal unter den lateinamerikanischen Staaten optimal“. 

Anstoßen nach einem erfolgreichen Tag in Wien auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz.

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